Rhythmus

Metronom, Tap-Tempo und Delay-Zeiten für Timing und Groove.

Rhythmus hat zwei Ebenen: den gleichmäßigen Puls und alles, was sich dazwischen abspielt. Für den Puls brauchst du ein Tempo, das du messen und halten kannst. Für das Dazwischen, also Achtel, Triolen und punktierte Werte, hilft es, Notenlängen in konkrete Zeiten zu übersetzen. Nach dieser Trennung sind die Werkzeuge der Kategorie aufgebaut.

Metronom und BPM-Tapper kümmern sich um das Tempo selbst. Delay-Rechner, Notenwert-Rechner und Tuplet-Rechner übersetzen es in Notendauern und Millisekunden, was beim Einstellen von Effekten und beim Programmieren von Sequenzern ständig gebraucht wird. Der Groove-Generator liefert Rohmaterial, an dem du üben oder aus dem du einen Beat entwickeln kannst.

Timing

Vom Tempo zur Millisekunde

Ein durchgehendes Beispiel bei 100 BPM: Eine Viertelnote dauert 60.000 ÷ 100 = 600 ms. Im Delay-Rechner liest du in der Zeile 1/8 dann 300 ms (normal), 450 ms (punktiert) und 200 ms (triolisch) ab.

Der Tuplet-Rechner beantwortet die Frage nach ungewöhnlicheren Unterteilungen: Eine Achtel-Quintole passt fünf Noten in die Zeit von vier Achteln, also in 4 × 300 ms = 1200 ms, und kommt damit auf 240 ms pro Note. Der Notenwert-Rechner wiederum sagt dir, dass in eine punktierte Viertel genau sechs Sechzehntel passen.

Im Probenraum und am Rechner

Das Tempo eines Referenzsongs fehlt. Tippe im BPM-Tapper im Takt mit. Vier bis acht Taps genügen, das Tool mittelt über die letzten acht und beginnt nach 2,5 Sekunden Pause von vorn. Den Wert kannst du anschließend im Metronom gegenprüfen.

Eine Passage sitzt noch nicht. Starte bei etwa 60 Prozent des Zieltempos, bei 120 BPM also bei 72, und erhöhe das Metronom mit der Taste +5 BPM, sobald es sauber läuft.

Dir fehlt eine Beat-Idee. Im Groove-Generator liegt ein Takt in 16 Sechzehntel-Schritten vor dir. Das Startmuster hat Kick auf Schritt 1 und 9, Snare auf Schritt 5 und 13 und Hi-Hat auf jedem zweiten Schritt. Mit „Zufälliges Pattern“ und den Dichte-Reglern würfelst du Varianten.

Was die Rechner voraussetzen

Delay- und Tuplet-Rechner gehen davon aus, dass sich die BPM-Zahl auf Viertelnoten bezieht. Das Metronom klickt unabhängig von der Taktart immer im Abstand einer Viertelnote; bei 6/8 hörst du also sechs gleichmäßige Klicks pro Takt, keine zwei betonten Dreiergruppen. Der Groove-Generator bildet genau einen 4/4-Takt ab. Und der Tapper liefert eine gute Näherung, aber keine Studiogenauigkeit, denn Tippen von Hand ist nie ganz gleichmäßig.

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