Delay-Rechner

Delay-Zeiten in Millisekunden aus BPM und Notenwert berechnen.

NotenwertNormalPunktiertTriolisch

Alle Zeiten in Millisekunden. Punktiert = ×1,5, Triolisch = ×2/3 der Grundzeit – Standardformeln für Delay- und Modulationszeiten in DAWs und Effektgeräten.

So funktioniert's

Die Rechnung basiert auf einer einfachen Formel: Bei 120 BPM dauert eine Viertelnote genau 500 ms (60.000 ÷ BPM). Alle anderen Notenwerte leiten sich davon durch Verdoppeln, Halbieren, Punktieren oder Triolieren ab. Gib dein Songtempo ein und lies die passende Delay-Zeit direkt in Millisekunden ab, um sie in dein Delay-Plugin oder Effektgerät einzutragen.

Beispiel 1 – 120 BPM, punktiertes Achtel-Delay: Bei 120 BPM dauert eine Viertelnote 500 ms, eine Achtelnote also 250 ms. Punktiert (×1,5) ergibt das 375 ms – die bekannte „U2-Delay“-Zeit, die viele Edge-artige Gitarrensounds prägt.

Beispiel 2 – 140 BPM, triolisches Achtel-Delay: Bei 140 BPM beträgt die Viertelnote 60.000 ÷ 140 ≈ 428,6 ms, die Achtelnote also 214,3 ms. Triolisch (×2/3) ergibt daraus rund 142,9 ms – eine deutlich engere, treibendere Delay-Zeit als bei 120 BPM.

Wann brauchst du den Delay-Rechner?

  • Recording/Mixing: ein Delay-Plugin exakt auf das Songtempo synchronisieren, wenn es keine automatische BPM-Sync-Funktion hat.
  • Live-Gig: die Delay-Zeit am Bodentreter oder Effektgerät passend zum Songtempo von Hand eintragen.
  • Songwriting/Produktion: verschiedene Notenwerte (normal, punktiert, triolisch) durchprobieren, um den passenden rhythmischen Delay-Charakter für einen Sound zu finden.
  • Sounddesign: dieselben Zeitwerte für Reverb-Pre-Delay oder tempo-synchrone Modulationseffekte wie Chorus oder Tremolo nutzen.

Gut zu wissen

Die Formel „60.000 ÷ BPM“ liefert immer die Dauer einer Viertelnote in Millisekunden – alle anderen Werte in der Tabelle leiten sich rein rechnerisch davon ab (verdoppeln, halbieren, ×1,5 für punktiert, ×2/3 für triolisch). Das ist Musikbranchen-Standard, ersetzt aber nicht dein Gehör: Bei sehr kurzen oder sehr langen Delay-Zeiten kann es sinnvoll sein, den berechneten Wert noch leicht per Ohr nachzujustieren, etwa um Latenzen im Signalweg auszugleichen.

Häufige Fragen

Warum sollte die Delay-Zeit zum Songtempo passen?

Ein Delay, das exakt auf eine Note des Songtempos eingestellt ist (z.B. punktierte Achtel), verschmilzt rhythmisch mit dem Beat und wirkt musikalisch statt „schwimmend“. Unpassende Delay-Zeiten erzeugen dagegen ein unruhiges, phasig wirkendes Klangbild.

Was ist der Unterschied zwischen punktiert und triolisch?

Punktiert verlängert einen Notenwert um die Hälfte seiner eigenen Dauer (×1,5) – bekannt vom „U2-Delay“-Sound auf Achtelbasis. Triolisch verkürzt ihn auf zwei Drittel (×2/3), weil drei Triolen in die Zeit von zwei normalen Noten passen.

Kann ich diese Werte auch für Reverb-Pre-Delay oder LFO-Raten nutzen?

Ja. Dieselben Zeitwerte lassen sich für das Pre-Delay eines Halls, für tempo-synchrone Modulationseffekte (Chorus, Tremolo) oder für Sidechain-Compressor-Release-Zeiten verwenden – überall dort, wo ein Effekt rhythmisch zum Song passen soll.

Wie verändert sich die Delay-Zeit, wenn ich das Songtempo verdoppele?

Da alle Werte über 60.000 ÷ BPM berechnet werden, halbieren sich sämtliche Millisekunden-Angaben in der Tabelle, sobald du das Tempo verdoppelst – und umgekehrt verdoppeln sie sich, wenn du das Tempo halbierst. Das ist praktisch, um Half-Time- oder Double-Time-Delays schnell abzuschätzen.

Mein Delay-Plugin bietet nur BPM-Sync mit Notenwerten statt Millisekunden an – was mache ich dann?

In dem Fall brauchst du die Tabelle gar nicht in ms zu übertragen: Wähle im Plugin direkt den passenden Notenwert (normal, punktiert oder triolisch) aus derselben Zeile, die du hier abgelesen hast – das Ergebnis ist identisch.