BPM-Tapper

Tempo eines Songs durch Antippen im Takt ermitteln.

– BPM

Tippe mindestens zweimal im Takt des Songs.

So misst du ein Tempo mit dem Tapper

  1. Starte den Song und suche den Schlag, auf den du mit dem Fuß mitwippen würdest.
  2. Tippe im Takt auf „TAP“. Alternativ drückst du Leertaste oder Eingabetaste, solange die Schaltfläche den Fokus hat. Halte die Taste nicht gedrückt: Die Tastenwiederholung des Betriebssystems würde als Folge sehr schneller Taps gezählt.
  3. Nach dem ersten Tap steht „Weiter tippen…“ im Feld. Ab dem zweiten Tap erscheint die BPM-Zahl, darunter „Basiert auf n Taps (Ø x ms Abstand)“.
  4. Tippe weiter, bis sich die Zahl nicht mehr nennenswert ändert, mindestens sechs bis acht Taps.
  5. Hast du dich verhauen, klicke auf „Zurücksetzen“ oder warte einfach länger als 2,5 Sekunden.

Wie der Tapper rechnet

Das Tempo ergibt sich aus BPM = 60.000 ÷ mittlerer Abstand in Millisekunden. Der Mittelwert der Abstände aufeinanderfolgender Taps ist dasselbe wie die Zeit zwischen dem ersten und dem letzten Tap, geteilt durch die Zahl der Abstände. Entscheidend sind damit der erste und der letzte der berücksichtigten Taps. Je mehr Taps du setzt (bis zum Limit von acht), desto mehr Abstände teilen sich einen verwackelten Anfangs- oder Schluss-Tap, und desto weniger fällt er ins Gewicht.

Rechenbeispiel: Vier Taps haben die Abstände 388 ms, 402 ms und 395 ms. Zwischen dem ersten und dem letzten Tap liegen 1185 ms, geteilt durch drei Abstände sind das 395 ms. Daraus ergibt sich 60.000 ÷ 395 ≈ 151,9, angezeigt als 152 BPM. Bei vier perfekten Taps im Abstand von 500 ms stünde 120 BPM im Feld.

Wie stark schwankt das Ergebnis?

Ein Modell zeigt, warum mehr Taps helfen. Nimm einen Song mit 120 BPM, also 500 ms Abstand. Liegt dein erster Tap 20 ms zu früh und dein letzter 20 ms zu spät, ist die Messzeit im ungünstigsten Fall um 40 ms verfälscht. Dieser Fehler verteilt sich auf alle Abstände:

TapsAbständeFehler pro AbstandMögliche Anzeige
2140 ms111 bis 130 BPM
4313,3 ms117 bis 123 BPM
875,7 ms119 bis 121 BPM

Eine feste Verzögerung durch Maus, Touchscreen oder Bluetooth verschiebt alle Taps gleichmäßig und verändert die Abstände nicht. Nur Schwankungen dieser Verzögerung wirken sich aus.

Das doppelte oder halbe Tempo

Der häufigste Messfehler ist ein falscher Bezugsschlag. Tippst du bei einem Song mit 120 BPM jedes Achtel, beträgt der Abstand 250 ms und der Tapper zeigt 240 BPM. Tippst du nur jede zweite Zählzeit, sind es 1000 ms und 60 BPM. Beides stimmt rechnerisch. Welche Zahl du in die DAW einträgst, hängt davon ab, ob du den Schlag als Viertel zählst. Orientiere dich an dem Schlag, den du instinktiv mitklopfst, und prüfe das Ergebnis anschließend mit dem Metronom: Läuft der Klick den ganzen Song über mit der Musik, stimmt das Tempo.

Grenzen und nächste Schritte

Der Tapper ersetzt keine Tempoanalyse aus dem Audiosignal und rundet auf ganze BPM. Die DAW eines Produzenten kann Tempi mit Nachkommastellen verwenden, und Live-Aufnahmen ohne Klick schwanken ohnehin. Mit dem gefundenen Wert berechnest du im Delay-Rechner passende Delay-Zeiten, und der Tempo-Konverter ordnet ihn einer italienischen Tempobezeichnung zu. Hintergründe zu Schlag, Tempo und Notenwert findest du im RatgeberBPM und Tempo: Grundlagen.

Häufige Fragen

Wie genau ist der Tap-Tempo-Wert?

Je mehr Taps du setzt, desto genauer wird der Wert, denn der Tapper mittelt die Abstände der letzten bis zu acht Taps. Für ein stabiles Ergebnis genügen meist sechs bis acht gleichmäßige Taps. Der Wert wird auf ganze BPM gerundet, und eine Abweichung von ein bis zwei BPM ist beim Tippen von Hand normal.

Wofür brauche ich das BPM eines Songs?

Zum Beispiel, um Metronom oder DAW auf das Songtempo einzustellen, um Delay- und Reverb-Zeiten passend zum Takt zu berechnen oder um zwei Songs für ein Mashup oder DJ-Set auf dasselbe Tempo zu bringen.

Was passiert, wenn ich zu lange zwischen zwei Taps warte?

Liegen zwischen zwei Taps mehr als 2,5 Sekunden, verwirft der Tapper die bisherigen Taps, und der neue Tap beginnt eine frische Messung. Das schützt vor Ausreißern durch Pausen. Als Nebenwirkung lässt sich kein Tempo unter 24 BPM messen, denn 60.000 ÷ 2.500 ms ergibt genau 24.

Warum berücksichtigt der Tapper nur die letzten 8 Taps?

Ein gleitendes Fenster aus höchstens 8 Taps hält den Durchschnitt aktuell, falls sich das Tempo beim Tippen leicht ändert, etwa bei einem Ritardando. Ältere Taps würden das Ergebnis sonst lange nachziehen. Ab dem neunten Tap fällt der erste aus der Rechnung.

Kann ich damit auch ein leicht unregelmäßiges Live-Tempo einfangen?

Ja. Der Durchschnitt aus mehreren Taps gleicht kleine Schwankungen aus, mit denen eine Band ohne Klick spielt, und liefert ein brauchbares mittleres Tempo. Bei deutlichen Tempowechseln tippst du nur den gleichmäßigen Teil und beginnst nach dem Wechsel mit „Zurücksetzen“ neu.

Warum zeigt der Tapper das Doppelte oder die Hälfte des erwarteten Tempos?

Weil du vermutlich einen anderen Schlag mitgetippt hast als erwartet. Tippst du bei einem Song mit 120 BPM jedes Achtel, steht 240 BPM im Feld, tippst du nur jede zweite Zählzeit, 60 BPM. Beides ist rechnerisch richtig. Tippe den Schlag, auf den du mit dem Fuß mitwippen würdest, und entscheide dann, ob du ihn in der DAW als Viertel oder als Achtel zählst.