Metronom

Präzises Online-Metronom mit einstellbarem Tempo und Taktart.

Tempo120BPM

Tipp: Für exaktes Timing öffnet das Metronom einen Audio-Kontext erst nach dem ersten Klick auf „Start“ (Browser-Autoplay-Richtlinie).

So stellst du das Metronom ein

Das Metronom spielt einen gleichmäßigen Puls: Ein Klick entspricht einer Zählzeit, der Abstand zwischen zwei Klicks beträgt 60.000 ÷ BPM Millisekunden. Die Taktart bestimmt nur, nach wie vielen Klicks der betonte Schlag wiederkehrt.

  1. Stelle mit dem Regler „Tempo (30–260 BPM)“ grob ein und tippe den genauen Wert bei „BPM manuell“ ein.
  2. Wähle bei „Taktart“ 2/4, 3/4, 4/4, 5/4 oder 6/8. Die Beat-Anzeige zeigt so viele Punkte, wie der Takt Schläge hat.
  3. Klicke auf „▶ Start“. Der erste Schlag klingt höher und lauter als die anderen. Während das Metronom läuft, steht auf der Taste „⏸ Stopp“.
  4. Ändere das Tempo bei Bedarf mit „−5 BPM“ und „+5 BPM“ oder mit dem Regler, auch während das Metronom läuft.
  5. Stoppe mit „⏸ Stopp“. Beim nächsten Start beginnt der Takt wieder mit Schlag 1.

Klickabstand und Taktlänge bei gängigen Tempi

Bei 90 BPM liegt der Abstand bei 60.000 ÷ 90 = 666,7 ms, ein 3/4-Takt dauert dann 3 × 666,7 ms = 2,0 Sekunden. Weitere Werte für den 4/4-Takt:

TempoAbstand zwischen zwei KlicksDauer eines 4/4-Takts
60 BPM1000 ms4,0 s
80 BPM750 ms3,0 s
100 BPM600 ms2,4 s
120 BPM500 ms2,0 s
140 BPM428,6 ms1,71 s
160 BPM375 ms1,5 s
200 BPM300 ms1,2 s

Übung: die Tempotreppe

Dein Lauf soll am Ende 120 BPM erreichen. Beginne bei 60 Prozent davon, also bei 72 BPM, und spiele die Stelle, bis sie dreimal hintereinander sauber gelingt. Dann erhöhst du mit „+5 BPM“: 77, 82, 87, 92, 97, 102, 107, 112 und 117 BPM sind neun Stufen. Den letzten Schritt auf 120 gibst du bei „BPM manuell“ ein. Klappt eine Stufe nicht, gehst du mit „−5 BPM“ zurück und bleibst dort, bis sie sicher sitzt. Die Treppe lohnt sich, weil das Metronom dir ehrlich zeigt, ab welchem Tempo die Finger nicht mehr mitkommen.

Taktarten und Klick: Was die Einstellung bewirkt

Bei 2/4, 3/4, 4/4 und 5/4 entspricht jeder Klick einer Zählzeit, und nur der erste Schlag ist betont. Einen 5/4-Takt bei 100 BPM hörst du als fünf Klicks in 3 Sekunden (5 × 600 ms). Wie du ihn gruppierst, etwa 3+2 oder 2+3, musst du dir selbst dazudenken, denn das Metronom betont nur die Eins.

Bei 6/8 gibt es sechs Klicks pro Takt im gleichen Abstand. Notierst du das Stück mit punktierter Viertel = 60, stellst du 180 BPM ein: Jeder Klick ist dann ein Achtel, und ein Takt dauert 6 × 333,3 ms = 2 Sekunden. Denke dir die Betonung auf den Klicks 1 und 4 dazu. Eine Grenze setzt der Bereich bis 260 BPM: Eine punktierte Viertel = 90 würde 270 BPM verlangen und ist damit nicht im Achtel-Puls einstellbar. Bis punktierte Viertel = 86 (258 BPM) funktioniert es.

Häufige Fehler beim Üben mit Metronom

  • Hinterherspielen: Der Klick ist die Zählzeit. Deine Note soll mit ihm zusammenfallen, nicht kurz danach kommen. Höre auf den Klick, bis beide verschmelzen.
  • Zu schnell starten: Wer gleich im Zieltempo beginnt, übt vor allem seine Fehler. Besser ist die oben beschriebene Tempotreppe.
  • Immer jeden Schlag hören: Wenn es sicher sitzt, halbiere das Tempo (bei 120 BPM stelle 60 ein). Dann klickt nur jeder zweite Schlag, und die Schläge dazwischen hältst du selbst.

Kennst du das Tempo eines Songs nicht, ermittelst du es mit demBPM-Tapper. Welcher BPM-Bereich zu einer italienischen Angabe wie Andante gehört, zeigt der Tempo-Konverter.

Mehr zu Puls, Tempo und Betonung steht im RatgeberBPM und Tempo: Grundlagen, die rhythmischen Hintergründe im Ratgeber Rhythmus-Grundlagen.

Häufige Fragen

Welches Tempo sollte ich zum Üben wählen?

Beginne bei neuen Passagen deutlich unter dem Zieltempo. Viele Lehrer empfehlen etwa 50 bis 70 Prozent davon, bei einem Zieltempo von 120 BPM wären das 60 bis 84 BPM. Steigere erst, wenn du die Stelle mehrmals fehlerfrei spielst. So schleifen sich keine Fehler ein, die später schwer wieder herauszubekommen sind.

Warum startet das Metronom erst nach einem Klick auf Start?

Browser erlauben Audio erst nach einer Handlung des Nutzers (Autoplay-Richtlinie). Der Audio-Kontext des Metronoms wird deshalb erst beim ersten Klick auf „Start“ geöffnet. Danach läuft der Klick gleichmäßig weiter, auch wenn du Tempo oder Taktart änderst.

Was bedeutet die betonte erste Zählzeit?

Der erste Schlag jedes Takts klingt höher (1500 Hz statt 1000 Hz) und lauter als die übrigen und leuchtet in der Beat-Anzeige in einer anderen Farbe auf. So hörst du die Taktgrenze, ohne mitzählen zu müssen, auch bei ungeraden Taktarten wie 5/4.

Klickt das Metronom bei 6/8 im Achtel-Gefühl?

Es klickt sechsmal pro Takt im gleichen Abstand von 60 ÷ BPM Sekunden und betont nur den ersten Schlag. Welche Notenlänge ein Klick darstellt, bestimmst du über den BPM-Wert: Stelle das Tempo so ein, dass ein Klick ein Achtel ist: Steht dein Stück mit punktierter Viertel = 60 in der Partitur, sind das 180 BPM. Die zweite Hauptbetonung auf Klick 4 musst du dir selbst dazudenken.

Kann das Metronom von selbst schneller oder langsamer werden, und darf ich unterwegs umstellen?

Eine automatische Tempoänderung gibt es nicht, das Tempo bleibt konstant. Umstellen kannst du aber jederzeit während des Laufs: Regler, Zahlenfeld und die Tasten „−5 BPM“ und „+5 BPM“ wirken ab dem nächsten Klick, ohne dass du stoppen musst. Für ein Accelerando oder Ritardando drehst du also an der gewünschten Stelle von Hand.

Was mache ich, wenn mein Tempo über 260 oder unter 30 BPM liegt?

Der Bereich reicht von 30 bis 260 BPM, andere Eingaben werden auf diese Grenzen gesetzt. Wähle dann einen anderen Bezugsschlag: Ein sehr schnelles Stück zählst du in halben Schlägen (bei 300 BPM stellst du 150 ein), ein sehr langsames in doppelten (bei 20 BPM stellst du 40 ein) und denkst die fehlenden Schläge dazu.