Studio

dB-, Sample-Rate-, Bitrate- und Reverb-Rechner für Aufnahme und Mixing.

Im Studio entscheiden sich viele Dinge in Zahlen, die man nicht hört: Pegel in Dezibel, Abtastrate und Bittiefe, Bitrate, Nachhallzeit. Du musst sie nicht auswendig kennen, aber du solltest ungefähr wissen, was sie bedeuten, und rechnen können, wenn es darauf ankommt.

Die vier Rechner teilen sich zwei Aufgaben. Sample-Rate-Rechner und Bitrate-Rechner schätzen Speicherplatz ab, der eine für unkomprimierte Aufnahmen, der andere für MP3 und ähnliche Formate. Der dB-Rechner und der Reverb Time Calculator dagegen betreffen das, was im Mix und im Raum mit dem Schall passiert.

Audiotechnik

Der Weg einer Aufnahme

Die Rechner lassen sich entlang der Produktionsschritte einsetzen:

  • Vor der Aufnahme: Der Reverb Time Calculator schätzt aus Raummaßen und einer von sieben Bedämpfungsstufen die Nachhallzeit. Der Sample-Rate-Rechner zeigt, wie viel Platz die Session belegt.
  • Beim Mischen: Im dB-Rechner wandelst du Verhältnisse in Dezibel um und summierst mehrere Pegelwerte.
  • Beim Export: Der Bitrate-Rechner rechnet von Bitrate und Länge auf die Dateigröße und umgekehrt von einer Zielgröße auf die nötige Bitrate.

Nachgerechnet

Platzbedarf: Stereo bei 48 kHz und 24 Bit sind 48.000 × 3 × 2 = 288.000 Byte pro Sekunde. Im Rechner ergibt das rund 16,5 MB pro Minute und 0,97 GB pro Stunde.

Pegel: Ein Fader bei −6 dB senkt die Amplitude etwa auf die Hälfte, genauer auf den Faktor 0,501. Zwei gleich laute, unkorrelierte Quellen ergeben dagegen nur +3 dB: 10 × log10(2) ≈ 3,01 dB.

Nachhall: Ein Raum mit 5 × 4 × 2,5 m hat 50 m³ Volumen und 85 m² Oberfläche. Mit Teppichboden und Vorhängen (α ≈ 0,3) ergibt die Sabine-Formel 0,161 × 50 ÷ (0,3 × 85) ≈ 0,32 s, bei α ≈ 0,15 sind es 0,63 s.

Export: Ein vierminütiges Stück bei 256 kbps wird 256 × 1000 × 240 ÷ 8 = 7.680.000 Byte groß, rund 7,32 MB.

Genauigkeit und Konventionen

Beide Speicher-Rechner zählen 1 MB als 1.048.576 Byte, nicht als 1.000.000. Der Sample-Rate-Rechner gilt für unkomprimiertes PCM/WAV, der Bitrate-Rechner für konstante Bitrate; bei variabler Bitrate weicht die tatsächliche Größe ab. Der dB-Rechner arbeitet mit Verhältnissen und kennt keine Bezugspegel wie dBFS, und die Summierung gilt für unkorrelierte Quellen. Die Sabine-Formel liefert einen Mittelwert für den ganzen Raum und ersetzt keine Messung, vor allem nicht bei sehr kleinen oder stark bedämpften Räumen.

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