Transponierer
Akkordfolgen um beliebig viele Halbtonschritte transponieren.
Transponiertes Ergebnis:
C G Am F
So funktioniert der Transponierer
Transponieren bedeutet, alle Töne oder Akkorde eines Stücks um dieselbe Anzahl Halbtöne zu verschieben – das Stück klingt höher oder tiefer, behält aber exakt dieselben Intervalle und damit denselben harmonischen Charakter. Gib deine Akkordfolge ein, stelle die gewünschte Verschiebung ein und du erhältst sofort die transponierte Version, wahlweise in Kreuz- oder B-Schreibweise.
Zwei Beispiele
Gibst du die Akkordfolge „C G Am F“ ein und transponierst um +2 Halbtöne, erhältst du „D A Bm G“ – die komplette Progression liegt jetzt einen Ganzton höher, behält aber exakt dieselbe Akkordfolge (I–V–vi–IV). Startest du stattdessen mit „G D Em C“ (derselbe Progressionstyp in G-Dur) und transponierst um +5 Halbtöne, landest du wieder bei „C G Am F“ – ein Beispiel dafür, wie ein Sänger einen Song von G- nach C-Dur verschieben könnte, um besser in seine Stimmlage zu passen.
Wann brauchst du den Transponierer?
- Wenn ein Sänger bei der Bandprobe einen Song in einer bequemeren Tonlage singen möchte.
- Beim Umschreiben von Leadsheets für ein transponierendes Instrument wie Trompete in B oder Altsaxofon in Es.
- Beim Einstudieren eines Covers in einer anderen Tonart als das Original, etwa für eine andere Besetzung.
- Beim schnellen Ausprobieren, welche Tonart eine Akkordfolge am besten zur Melodie oder zum verfügbaren Instrument passt.
Hintergrund: Wie sich Akkordnamen verschieben
Ein Akkordname besteht aus Grundton und Zusatz. Beim Transponieren ändert sich nur der Grundton: Die zwölf Töne werden von C = 0 bis B = 11 durchgezählt, die gewünschte Anzahl Halbtöne wird addiert, und was über 11 hinausläuft, beginnt wieder bei 0. Bei F#m7 mit +5 Halbtönen ist F# die 6, 6 + 5 = 11 ist das B, und aus F#m7 wird Bm7. Bei negativen Werten läuft die Zählung rückwärts: Dm mit −3 Halbtönen rechnet 2 − 3 = −1, das entspricht dem Ton 11, und es entsteht Bm. Der Zusatz hinter dem Grundton, also m7, sus4 oder maj7, bleibt unangetastet, weil alle Töne des Akkords um dieselbe Strecke wandern und sich ihre Abstände nicht ändern. Ob dabei # oder b erscheint, bestimmt allein die Einstellung „Notation“.
Schritt für Schritt: Einen Song für den Sänger tiefer legen
- Trage die Akkorde in das Feld „Akkordfolge (Akkorde durch Leerzeichen getrennt)“ ein, zum Beispiel A D E F#m. Beim Öffnen der Seite steht dort noch C G Am F.
- Stelle bei „Halbtonschritte“ den Wert −2 ein, oder klicke zweimal auf „−1 Halbton“.
- Wähle bei „Notation“ die Schreibweise, die zur Zieltonart passt. Für das Ergebnis G C D Em kommt kein Vorzeichen vor, hier spielt die Einstellung keine Rolle.
- Lies das Ergebnis unter „Transponiertes Ergebnis:“ ab, hier G C D Em, und probiere den Song in dieser Lage.
- Ist es immer noch zu hoch, ändere den Wert, etwa auf −5: Aus A D E F#m wird dann E A B C#m.
Die Tasten „−1 Halbton“ und „+1 Halbton“ halten den Wert zwischen −11 und +11. Mehr braucht es auch nicht, denn nach zwölf Halbtönen ist die Oktave erreicht: +13 ergibt dieselben Akkordnamen wie +1, und −2 dieselben wie +10.
Rechenbeispiel mit Septakkorden und Slash-Akkord
Nimm die Folge Dm7 G7/B Cmaj7 A7 und stelle +3 Halbtöne ein. Dm7 wird zu Fm7, G7/B zu A#7/D (Grundton und Basston wandern beide um drei Halbtöne), Cmaj7 zu D#maj7 und A7 zu C7. Schaltest du „Notation“ auf „B (b)“, lautet das Ergebnis Fm7 Bb7/D Ebmaj7 C7. Diese Schreibweise passt zur Tonart Eb-Dur, in der man Bs statt Kreuze verwendet, und sie liest sich dort deutlich leichter als A#7/D und D#maj7.
Transponierende Instrumente: Konzerttonart in notierte Akkorde umrechnen
Bläser wie Trompete oder Saxofon lesen ihre Stimme nicht in der klingenden Tonart. Liegen dir die Akkorde im Konzertton vor, also so, wie sie klingen sollen, brauchst du für diese Instrumente die notierten Akkorde. Die Tabelle nennt die Halbtonschritte, die du im Transponierer einstellst, und das Ergebnis für die Folge C G Am F in Kreuz-Schreibweise:
| Instrument | Halbtonschritte | Ergebnis für C G Am F |
|---|---|---|
| Trompete, Klarinette, Tenorsaxofon (in B) | +2 | D A Bm G |
| Altsaxofon, Baritonsaxofon (in Es) | +9 (oder −3, gleiche Akkordnamen) | A E F#m D |
| Horn (in F) | +7 | G D Em C |
Was der Transponierer erkennt – und was nicht
Der Transponierer teilt deinen Text an den Leerzeichen auf. Jeder Abschnitt, der mit einem Buchstaben von A bis G beginnt (groß oder klein), gilt als Akkord: Der Grundton wird verschoben, ein folgendes # oder b gehört dazu, der Rest wie m7, sus4 oder add9 bleibt unverändert. Steht ein Schrägstrich im Akkord, wird auch der Basston verschoben. Abschnitte, die mit etwas anderem beginnen, etwa Taktstriche, Ziffern oder ein Wort wie Refrain, bleiben stehen. Das hat eine Kehrseite, die auch die FAQ nennt: Ein Wort wie Bridge beginnt ebenfalls mit einem Buchstaben von A bis G und würde mitverschoben. Tippe darum nur Akkorde ein. Das Ergebnis erscheint in einem einzigen Absatz, Zeilenumbrüche aus dem Eingabefeld sieht man dort nicht, und eingetippte Kleinbuchstaben wie in am werden großgeschrieben ausgegeben.
Transponieren oder Kapo?
Ein Kapodaster und der Transponierer führen zu einem ähnlichen Klang, aber auf unterschiedlichen Wegen. Mit Kapo bleiben deine Griffe gleich und der Klang steigt: Greifst du C G Am F und setzt den Kapo auf den 2. Bund, klingt es wie D A Bm G. Der Transponierer ändert dagegen die Akkordsymbole selbst, du greifst danach andere Akkorde. Welche Kapo-Position zu welchem Griffbild passt, rechnet derCapo-Rechner aus, den Hintergrund beschreibt der Ratgeber zuGitarrenstimmung und Kapodaster.
Wie Transponieren, Intervalle und Tonarten zusammenhängen, steht im RatgeberSkalen und Akkorde transponieren. Die Vorzeichen deiner Zieltonart liest du im Quintenzirkel ab, und welche Töne in einem Akkord stecken, zeigt der Akkord- und Skalenfinder.
Häufige Fragen
Warum muss ich manchmal ein Lied transponieren?
Häufigste Gründe: die Originaltonart liegt außerhalb des Stimmumfangs eines Sängers, ein anderes Instrument (z.B. Blasinstrumente in B oder Es) braucht eine andere Notation, oder ein Cover soll bewusst in einer anderen Tonart klingen.
Was ist der Unterschied zwischen Kreuz- und B-Notation?
Beide Schreibweisen können denselben Ton bezeichnen (z.B. ist F# derselbe Ton wie Gb), aber je nach Zieltonart ist eine Schreibweise üblicher und leichter lesbar. Tonarten mit Kreuzen (G, D, A, E, B) nutzen meist #, Tonarten mit Bs (F, Bb, Eb, Ab) meist b.
Funktioniert der Transponierer auch mit Bassakkorden wie C/E?
Ja. Slash-Akkorde werden korrekt erkannt und beide Teile – der Akkord und der Basston nach dem Schrägstrich – werden gemeinsam um dieselbe Anzahl Halbtöne transponiert.
Warum steht im Ergebnis ein Akkord wie Gbm statt F#m?
Der Transponierer schreibt jeden Grundton nach der Einstellung „Notation“ neu: Bei „Kreuz (#)“ erscheint F#m, bei „B (b)“ Gbm. Das gilt für alle Akkorde im Ergebnis, auch bei 0 Halbtonschritten: Aus Bb wird mit der Einstellung „Kreuz (#)“ dann A#. F# und Gb sind derselbe Ton, beim Spielen und Singen macht das keinen Unterschied. Wähle die Schreibweise, die zur Zieltonart passt, zum Beispiel „B (b)“ für Eb-Dur oder „Kreuz (#)“ für E-Dur.
Verändert Transponieren die Akkordqualität (Dur/Moll/7 usw.)?
Nein. Der Transponierer verschiebt nur den Grundton jedes Akkords um die gewählte Anzahl Halbtöne, die Akkordqualität (maj, m, 7, sus4 usw.) bleibt exakt erhalten – aus Dm7 wird bei +2 Halbtönen Em7, nicht etwa D7 oder Dmaj7.
Welche Eingaben versteht der Transponierer nicht richtig?
Er erwartet die internationale Schreibweise. Ein H wird nicht erkannt und bleibt stehen, Fis wird wie ein F mit angehängtem „is“ behandelt, Es wie ein E mit angehängtem „s“. Schreibe vorher H als B, B als Bb, Fis als F# und Es als Eb. Außerdem gilt jedes durch Leerzeichen getrennte Wort, das mit einem Buchstaben von A bis G beginnt, als Akkord: Aus „Bridge“ würde bei +2 Halbtönen „C#ridge“. Gib deshalb nur Akkorde ein und lass Abschnittsnamen wie Chorus oder Bridge weg.