Quintenzirkel
Interaktiver Quintenzirkel mit Tonarten, Vorzeichen und Paralleltonarten.
Klicke auf eine Tonart
So funktioniert's
Der Quintenzirkel ordnet alle zwölf Tonarten so an, dass benachbarte Tonarten sich nur in einem einzigen Vorzeichen unterscheiden. Klicke auf ein Segment, um die Vorzeichen, die parallele Molltonart und alle Töne der Dur- bzw. Molltonleiter angezeigt zu bekommen – eine der zentralen Übersichten der westlichen Harmonielehre und ein täglicher Begleiter beim Komponieren und Transponieren.
Zwei Beispiele
Klickst du auf C, zeigt das Tool „keine Vorzeichen“ und die Töne C, D, E, F, G, A, B als C-Dur-Tonleiter sowie A, B, C, D, E, F, G als parallele a-Moll-Tonleiter – beide nutzen exakt dieselben sieben Töne, nur mit unterschiedlichem Grundton. Klickst du dagegen auf G, springt die Anzeige auf „1 Kreuz (F#)“ mit den Tönen G, A, B, C, D, E, F# – eine Quinte im Uhrzeigersinn von C entfernt, wie es der Name des Kreises verspricht.
Wann brauchst du den Quintenzirkel?
- Beim Transponieren eines Songs, um schnell zu sehen, wie viele Vorzeichen die Zieltonart hat.
- Beim Komponieren, um harmonisch nah verwandte Tonarten für eine Modulation zu finden.
- Beim Auswendiglernen der Vorzeichen aller Tonarten, etwa zur Vorbereitung auf eine Musiktheorie-Prüfung.
- Beim Improvisieren, um die parallele Molltonart eines Dur-Stücks (oder umgekehrt) schnell zu bestimmen.
Gut zu wissen
Der Quintenzirkel zeigt nur Dur- und die dazugehörige natürliche Molltonart – für harmonisches oder melodisches Moll (mit erhöhter 7. bzw. 6. und 7. Stufe) gelten dieselben Grund-Vorzeichen wie bei der natürlichen Molltonart, die zusätzlichen Erhöhungen kommen als Vorzeichen direkt in der Notenschrift hinzu, nicht im Bereich am Zeilenanfang. Beachte außerdem: Der innere Kreis zeigt die parallele Molltonart (gleiche Vorzeichen), nicht die gleichnamige Molltonart (gleicher Grundton, aber andere Vorzeichen) – ein häufiger Verwechslungspunkt. C-Dur und c-Moll etwa klingen völlig unterschiedlich, obwohl sie denselben Grundton C teilen, während C-Dur und a-Moll trotz unterschiedlicher Grundtöne exakt dieselben sieben Töne verwenden.
Häufige Fragen
Warum heißt es Quintenzirkel?
Weil man von Tonart zu Tonart im Kreis jeweils eine Quinte (7 Halbtöne) weiterspringt: C → G → D → A … Nach zwölf Schritten ist man wieder bei C angekommen. Im Uhrzeigersinn kommt bei jeder Tonart ein Kreuz-Vorzeichen hinzu, gegen den Uhrzeigersinn ein B-Vorzeichen.
Wofür ist der Quintenzirkel praktisch?
Er zeigt auf einen Blick die Vorzeichen jeder Tonart, die parallele Molltonart (innen im Kreis) und eng verwandte Tonarten (direkte Nachbarn im Kreis) – nützlich beim Transponieren, Modulieren zwischen Tonarten oder beim schnellen Ablesen, wie viele Kreuze/Bs ein Stück hat.
Was ist die parallele Molltonart?
Jede Dur-Tonart teilt sich alle sieben Töne mit einer Molltonart – ihrem „Parallelklang“. Der Grundton dieser Molltonart liegt immer eine kleine Terz (3 Halbtöne) unter dem Dur-Grundton, z.B. C-Dur und A-Moll.
Wie verwandt sind zwei benachbarte Tonarten im Quintenzirkel?
Sehr eng: Sie unterscheiden sich in genau einem Vorzeichen und teilen sich sechs von sieben Tönen. Deshalb klingt ein Wechsel zwischen Nachbartonarten (z.B. C-Dur zu G-Dur) meist unauffällig, während gegenüberliegende Tonarten im Kreis kaum gemeinsame Töne haben und ein Wechsel deutlich fremder wirkt.
Was bedeuten die Tonarten mit zwei Namen wie F#/Gb?
Das ist eine enharmonische Verwechslung: F#-Dur und Gb-Dur klingen auf einem gleichstufig gestimmten Instrument (Klavier, Gitarre mit Bünden) identisch, werden aber unterschiedlich notiert – je nachdem, ob eine Passage eher zu den Kreuz- oder B-Tonarten tendiert. Beide liegen im Quintenzirkel exakt gegenüber von C-Dur, an der Stelle mit den meisten Vorzeichen (6).