Frequenz-Note-Konverter

Frequenz in Hz einer Note zuordnen oder umgekehrt berechnen.

A4 = 440.00 Hz

Genau auf der Note.

So funktioniert der Frequenz-Note-Konverter

Jede Note entspricht einer bestimmten Schwingungsfrequenz in Hertz (Hz). Gib eine Frequenz ein, um die nächstgelegene Note plus Abweichung in Cent zu sehen, oder umgekehrt eine Note (z.B. „C4“), um ihre exakte Frequenz zu berechnen. Praktisch beim Stimmen von Synthesizern, beim Sounddesign oder um die Tonhöhe einer Aufnahme genau zu bestimmen.

Zwei Beispiele

Gibst du beim Standard-Kammerton 440 Hz die Frequenz 261,63 Hz ein, erkennt das Tool C4 mit 0 Cent Abweichung – exakt auf der Note. Misst du dagegen einen Ton bei 445 Hz, zeigt der Rechner „A4“ mit ungefähr +20 Cent an: Der Ton liegt knapp, aber wahrnehmbar über dem sauberen Kammerton A und müsste für 440 Hz noch etwas tiefer gestimmt werden.

Wann brauchst du den Frequenz-Note-Konverter?

  • Beim Stimmen von Synthesizern oder analogen Oszillatoren auf eine exakte Frequenz.
  • Beim Sounddesign, um gezielt Frequenzen für Drones, Pads oder Testtöne in Notennamen zu übersetzen.
  • Beim Analysieren einer Aufnahme, die leicht verstimmt klingt, um herauszufinden, wie stark und in welche Richtung.
  • Bei historischer Aufführungspraxis, um die Frequenzen einer Note bei verschiedenen Kammertönen (415, 440, 442 Hz) zu vergleichen.

Hintergrund: Die Rechnung hinter Hertz, Note und Cent

Das Tool übersetzt jede Frequenz f in eine Tonhöhe auf der MIDI-Skala: p = 69 + 12 × log2(f ÷ A4). Die 69 ist A4, die 12 steht für zwölf Halbtöne pro Oktave, und der Zweierlogarithmus macht aus dem Frequenzverhältnis eine Zahl von Oktaven. Die auf eine ganze Zahl gerundete Tonhöhe ist die angezeigte Note, der Rest mal 100 die Abweichung in Cent. Bei 300 Hz ergibt sich p = 69 + 12 × log2(300 ÷ 440) ≈ 62,37: Die Note ist die 62 (D4), und 0,37 × 100 ergeben rund 37 Cent darüber. Das Tool zeigt dafür „300.00 Hz ≈ D4“ und „+37 Cent über D4.“.

Die Gegenrichtung lautet f = A4 × 2^((n − 69) ÷ 12) mit der Notennummer n. Weil der Rest bei der Rundung nie größer als ein halber Halbton wird, zeigt das Tool höchstens 50 Cent Abweichung an. Ein Ton genau zwischen zwei Noten ist eine Rundungsfrage. Zwei Tonhöhen im Abstand von 1.200 Cent liegen eine Oktave auseinander, allgemein gilt Cent = 1.200 × log2(f2 ÷ f1).

Frequenz-Note-Konverter oder MIDI-Note-Konverter?

Beide Tools zählen gleich: A4 ist die 69, das mittlere C heißt C4 und trägt die 60. Sie unterscheiden sich in dem, was du eingibst und zurückbekommst:

EigenschaftFrequenz-Note-KonverterMIDI-Note-Konverter
Eingabebeliebige Frequenz in Hz oder NotennameMIDI-Nummer von 0 bis 127 oder Notenname
Kammerton A4einstellbar im Feld „Kammerton A4 (Hz)“, vorgesehen sind 400 bis 480fest 440 Hz
Abweichungin Cent zur nächsten Notekeine, es gibt nur ganze Noten
MIDI-NummerZusatzzeile bei NoteneingabeHauptergebnis in beide Richtungen
Nachbartönenicht angezeigtTabelle mit bis zu neun Tönen
Bereichkeine Prüfung gegen 0 bis 127Eingaben außerhalb 0 bis 127 sind ungültig

Der letzte Unterschied lässt sich ausprobieren: Gibst du hier die Note A9 ein, antwortet das Tool mit „A9 = 14080.00 Hz“ und „MIDI-Notennummer: 129“, obwohl die höchste MIDI-Note G9 mit der Nummer 127 ist. Der MIDI-Note-Konverter weist dieselbe Eingabe als ungültig zurück. Die Frequenz stimmt trotzdem: 440 × 2^((129 − 69) ÷ 12) = 440 × 2^5 = 14.080 Hz.

Schritt für Schritt: Einen gemessenen Ton einordnen

  1. Stelle im Feld „Kammerton A4 (Hz)“ den Wert ein, auf den das Instrument oder die Aufnahme gestimmt ist. Er steht beim Öffnen auf 440, ein leeres Feld rechnet das Tool still mit 440.
  2. Trage die Frequenz in „Frequenz (Hz) → Note“ ein, etwa 1000 für einen 1-kHz-Testton. Das Ergebnis lautet „1000.00 Hz ≈ B5“, darunter steht „+21 Cent über B5.“ (das Tool schreibt Dezimalstellen mit Punkt).
  3. Das Feld „Note (z.B. A4) → Frequenz“ übernimmt automatisch den Notennamen, immer mit Kreuz geschrieben. Wer zuletzt tippt, bestimmt die Richtung.
  4. Willst du wissen, wo eine Note im eigenen Stimmton liegt, tippe sie ins Notenfeld, zum Beispiel A4. Das Ergebnis zeigt die Frequenz und darunter die MIDI-Nummer, hier „MIDI-Notennummer: 69“.
  5. Änderst du den Kammerton, rechnet das Tool mit dem zuletzt bearbeiteten Feld sofort neu.

Drei Rechenbeispiele

Netzbrummen einordnen

In Europa hat der Netzstrom 50 Hz, ein Brummen in der Aufnahme liegt deshalb typischerweise bei 50 Hz und seinen Vielfachen. Die Eingabe 50 ergibt „50.00 Hz ≈ G1“ und „+35 Cent über G1.“ Der erste Oberton bei 100 Hz zeigt G2 mit denselben +35 Cent, denn eine Oktave verdoppelt die Frequenz und ändert die Cent nicht. Spielt der Bass ein tiefes G1 mit 49 Hz, schwebt es gegen das Brummen mit 50 − 49 = 1 Hz, also einmal pro Sekunde.

Barockstimmung vergleichen

Viele Ensembles für historische Aufführungspraxis stimmen auf 415 Hz. Mit dem Kammerton 440 zeigt das Tool für 415 Hz „G#4“ und „-1 Cent unter G#4.“ Diese Stimmung liegt also etwa einen Halbton unter dem Standard-A, denn 440 × 2^(−1 ÷ 12) ≈ 415,30 Hz. Stellst du den Kammerton auf 415 und gibst die Note A4 ein, erscheint „A4 = 415.00 Hz“.

Reine Quinte gegen gleichstufige Quinte

Eine reine Quinte hat das Frequenzverhältnis 3 : 2. Über 440 Hz liegt sie bei 660 Hz. Das Tool zeigt für 660 Hz „E5“ mit +2 Cent, denn die gleichstufige Quinte ist rund 2 Cent enger (1.200 × log2(1,5) ≈ 701,96 Cent statt 700). Diese kleine Differenz ist kein Messfehler, sondern der Unterschied zwischen reiner und gleichstufiger Stimmung.

Grenzen und Stolperstellen

  • Kein Mikrofon: Das Tool hört nicht zu, du tippst die Frequenz ein. Den Messwert liefern ein Stimmgerät oder ein Spektrum-Analysator. Dabei ist der lauteste Peak nicht immer der Grundton, manchmal dominiert ein Oberton, und du liest den Ton zu hoch ab.
  • Gleichstufige Skala: Als Bezugsraster dient immer die gleichstufige Stimmung. Reine Intervalle zeigen deshalb kleine Abweichungen, wie das Quinten-Beispiel oben.
  • Ganze Cent: Die Abweichung wird gerundet. „Genau auf der Note.“ erscheint auch, wenn der Ton noch bis zu einem halben Cent daneben liegt.
  • Notenfeld: Es versteht nur internationale Namen wie A4, C#3 oder Bb5. Deutsche Namen wie H oder Fis meldet das Tool als ungültig, schreibe B statt H.
  • Kleine Kammerton-Unterschiede: Schon 443 Hz für A4 liegen rund 12 Cent über 440 Hz (1.200 × log2(443 ÷ 440) ≈ 11,8). Stelle deshalb den Kammerton ein, statt die Abweichung im Kopf abzuziehen.

Stimmst du ein Instrument anhand der Anzeige, achte auf die Richtung: „+“ bedeutet, dass der Ton über der Note liegt und tiefer gestimmt werden muss, „-“ bedeutet zu tief. Nähere dich dem Zielton am besten von unten.

Gut zu wissen

Die Cent-Skala ist logarithmisch wie die Tonhöhenwahrnehmung selbst – deshalb lässt sich Verstimmung in Cent über den gesamten Frequenzbereich einheitlich vergleichen, während die reine Hz-Differenz zwischen zwei benachbarten Tönen mit steigender Oktave immer größer wird (ein Halbton umfasst bei A4 etwa 25 Hz, bei A6 schon rund 100 Hz). Ein A4 von 442 Hz ist keine „falsche“ Note, sondern lediglich ein anderer Referenzpunkt: Ob 440 oder 442 Hz „richtig“ ist, hängt allein von der Konvention des jeweiligen Ensembles ab. Stelle den Kammerton im Rechner deshalb immer so ein, wie das Instrument tatsächlich gestimmt ist, sonst interpretiert das Tool eine an sich saubere Note fälschlich als verstimmt.

Wie Stimmgeräte, Cent und Schwebungen beim Stimmen einer Gitarre zusammenspielen, beschreibt der RatgeberGitarre stimmen und Kapodaster, die Saitenfrequenzen aller gängigen Stimmungen zeigt die Übersicht Gitarrenstimmungen. Was MIDI außer Notennummern überträgt, beschreibt der RatgeberMIDI-Grundlagen.

Häufige Fragen

Warum ist der Kammerton A4 einstellbar?

440 Hz ist der internationale Standard, aber manche Orchester (v.a. europäische) stimmen bewusst höher, etwa auf 442 oder 443 Hz, für einen brillanteren Klang. Historische Aufführungspraxis nutzt teils auch 415 Hz. Mit dem einstellbaren Kammerton lässt sich der Rechner an jede Stimmung anpassen.

Was bedeutet die Cent-Abweichung?

Ein Cent ist ein Hundertstel eines Halbtons. Die Anzeige zeigt dir, wie weit eine gemessene Frequenz von der nächstgelegenen „sauberen“ Note entfernt liegt – nützlich beim Stimmen von Instrumenten oder beim Analysieren, ob eine Aufnahme leicht verstimmt ist.

Wie hängen Frequenz und Tonhöhe zusammen?

Jede Verdopplung der Frequenz entspricht genau einer Oktave (z.B. A4 = 440 Hz, A5 = 880 Hz). Zwischen den Oktaven sind die zwölf Halbtöne logarithmisch, nicht linear verteilt – deshalb braucht die Umrechnung eine Exponentialformel statt einfacher Addition.

Wie berechnet das Tool die Cent-Abweichung genau?

Es bestimmt zuerst die exakte (nicht gerundete) MIDI-Tonhöhe aus der Frequenz, rundet dann auf die nächste ganze MIDI-Note, multipliziert die Differenz mit 100 und rundet das Ergebnis auf ganze Cent. Ein Cent ist per Definition ein Hundertstel Halbton, ein Halbton hat also 100 Cent, eine Oktave 1200 Cent.

Was bedeutet es, wenn eine gemessene Frequenz +20 Cent über einer Note liegt?

Der Ton liegt etwa ein Fünftel eines Halbtons über der sauberen Note, bei A4 mit 440 Hz entspricht das rund 445 Hz. Wie deutlich du das hörst, hängt von Klangfarbe, Lautstärke und davon ab, ob du einen Vergleichston hast. Als Faustregel fallen im Zusammenspiel mit anderen Instrumenten schon Abweichungen von 10 bis 20 Cent auf, wenige Cent bleiben meist unbemerkt.

Was ist der Unterschied zum MIDI-Note-Konverter?

Beide rechnen mit derselben Formel. Der Frequenz-Note-Konverter nimmt beliebige Frequenzen entgegen, hat einen einstellbaren Kammerton und zeigt die Abweichung in Cent. Der MIDI-Note-Konverter arbeitet mit ganzen MIDI-Nummern von 0 bis 127, kennt nur A4 = 440 Hz und listet die Nachbartöne. Eine MIDI-Nummer siehst du hier nur, wenn du eine Note eingibst. Für eine gemessene Frequenz suchst du erst hier den Notennamen und gibst ihn dann im MIDI-Note-Konverter ein.