Ukulele-Akkorde

Griffbilder gängiger Ukulele-Akkorde in GCEA-Stimmung.

Standard-Ukulele-Stimmung (Sopran/Konzert): G4-C4-E4-A4 (reentrant).

So funktioniert's

Die vier Saiten der Ukulele machen viele Akkorde besonders einfach zu greifen – oft reichen ein oder zwei Finger. Wähle einen Akkord aus, um das Griffbild mit Fingerpositionen zu sehen, und höre ihn dir in der typischen GCEA-Stimmung an. Ideal zum schnellen Nachschlagen beim Erlernen neuer Songs.

Beispiel 1: Der Akkord „C“ wird 0-0-0-3 gegriffen (G-C-E offen, A-Saite 3. Bund) – einer der einfachsten Akkorde überhaupt und oft der erste, den Ukulele-Anfänger lernen.

Beispiel 2: Der Akkord „F“ wird 2-0-1-0 gegriffen (G-Saite 2. Bund, C offen, E-Saite 1. Bund, A offen) – zwei Finger reichen für einen vollen F-Dur-Klang.

Wann brauchst du die Ukulele-Akkord-Übersicht?

  • Einsteiger: die ersten Akkorde eines Songs lernen, ohne Tabulaturen entziffern zu müssen.
  • Bandprobe: schnell nachschlagen, wie ein selten gespielter Akkord wie B oder Bb gegriffen wird.
  • Umsteiger von der Gitarre: sich an die anderen Griffformen der vier Ukulele-Saiten gewöhnen.
  • Unterricht: Schülern Griffbild und Klang gemeinsam zeigen statt nur den Akkordnamen zu nennen.

Gut zu wissen

Die reentrante GCEA-Stimmung bedeutet, dass sich Ukulele-Akkorde oft anders aufbauen als bei tief-nach- hoch gestimmten Instrumenten – der tiefste klingende Ton eines Akkords ist nicht zwangsläufig der Grundton. Für Bariton-Ukulelen (DGBE-Stimmung) gelten diese Griffbilder nicht, da sie wie die vier hohen Gitarrensaiten gestimmt sind. Verwandte Begriffe: Reentrant (Stimmung ohne durchgehend aufsteigende Tonhöhe), Sexte/Septime (Zusatztöne, die aus einem Dreiklang einen farbigeren Akkord wie C6 oder Am7 machen).

Häufige Fragen

Was bedeutet „reentrant“ bei der Ukulele-Stimmung?

Bei der Standardstimmung G4-C4-E4-A4 ist die oberste (vierte) Saite nicht die tiefste, sondern höher gestimmt als die beiden mittleren Saiten – die Tonhöhen „springen“ also nicht linear von tief nach hoch wie bei der Gitarre. Das sorgt für den typischen, hellen Ukulele-Klang.

Warum klingen Ukulele-Akkorde anders als dieselben Akkorde auf der Gitarre?

Neben der reentranten Stimmung hat die Ukulele nur vier Saiten und einen deutlich höheren Tonumfang. Dieselbe Akkordbezeichnung (z.B. C-Dur) klingt dadurch heller, kompakter und mit einer anderen Tonverteilung als auf der sechssaitigen Gitarre.

Sind Ukulele-Akkordformen auf allen Ukulele-Größen gleich?

Die Griffformen sind bei Sopran-, Konzert- und Tenor-Ukulelen identisch, da alle drei standardmäßig in GCEA gestimmt werden. Nur die Bariton-Ukulele nutzt eine andere Stimmung (DGBE, wie die vier hohen Gitarrensaiten) und braucht deshalb andere Griffe.

Warum wird bei C-Dur die A-Saite gegriffen, obwohl die anderen drei Saiten offen bleiben?

Weil die vier Saiten offen (G-C-E-A) bereits G, C und E enthalten – die Töne eines C-Dur-Akkords –, aber zusätzlich die leere A-Saite, die als große Sexte nicht zum reinen Dreiklang gehört. Durch Greifen der A-Saite im 3. Bund wird aus dem A ein C, wodurch ein sauberer C-Dur-Klang (G-C-E-C) statt eines C6-Akkords entsteht.

Wieso hat Am7 dieselbe Grundform wie Am, nur eine Saite weniger gegriffen?

Weil beim Wechsel von Moll zum Mollseptakkord nur ein Ton hinzukommt: die kleine Septime. Beim Am-Griff (2-0-0-0) reicht es, den Finger auf der G-Saite zu lösen – die dann leere G-Saite liefert bereits den passenden Septimen-Ton, und aus Am wird Am7 (0-0-0-0, komplett offen).