Gitarrenakkorde
Griffbilder gängiger Gitarrenakkorde zum Nachschlagen und Anhören.
So funktioniert's
Ein Griffbild zeigt das Gitarrengriffbrett von vorne: Die sechs senkrechten Linien sind die Saiten, die waagerechten die Bünde. Punkte markieren, wo welcher Finger greift. Wähle einen Akkord aus der Liste gängiger offener und Barré-Griffe, um das Griffbild zu sehen und dir den Akkord direkt anzuhören.
Beispiel 1: Der offene C-Akkord wird als „x-3-2-0-1-0“ gegriffen: tiefe E-Saite nicht spielen, A-Saite 3. Bund, D-Saite 2. Bund, G-Saite offen, B-Saite 1. Bund, hohe E-Saite offen. Genau dieses Griffbild zeigt das Tool, wenn du „C“ auswählst.
Beispiel 2: Wählst du „F“, siehst du einen Barré-Griff (1-3-3-2-1-1): Der Zeigefinger liegt flach über alle sechs Saiten im 1. Bund, während drei weitere Finger zusätzliche Töne im 2. und 3. Bund greifen. Diese Form ist ohne Leersaiten auskommend beliebig auf dem Griffbrett verschiebbar.
Wann brauchst du die Gitarrenakkord-Übersicht?
- Üben: neue Akkorde nachschlagen und per Klang gegenprüfen, ob der Griff richtig sitzt.
- Songwriting: schnell durch gängige Akkorde hören, welcher zur gewünschten Stimmung passt.
- Unterricht: Schülern ein visuelles Griffbild statt nur Akkordnamen zeigen.
- Auffrischen: ein selten gespieltes Akkordbild (z.B. B7) wieder ins Gedächtnis rufen.
Gut zu wissen
Die Sammlung zeigt bewährte, gängige Griffbilder – für die meisten Akkorde gibt es alternative Voicings an anderen Bundpositionen, die hier nicht abgebildet sind. Die Wiedergabe simuliert den Klang elektronisch (Dreieckswellen per Web Audio) und ersetzt nicht den Klang einer echten Gitarre. Verwandte Begriffe: Voicing (eine bestimmte Anordnung der Akkordtöne auf dem Griffbrett), Leersaite (eine ungegriffene, offen mitklingende Saite).
Häufige Fragen
Was bedeuten die Symbole × und ○ über dem Griffbild?
× über einer Saite bedeutet: nicht mitspielen bzw. abdämpfen. ○ bedeutet: die Saite leer (ohne Bund) mitklingen lassen. Alle anderen Saiten werden an der markierten Bundposition mit dem angegebenen Finger gegriffen.
Was ist ein Barré-Akkord und warum ist er schwerer?
Bei einem Barré-Griff (z.B. F oder Fm) legt ein Finger flach über mehrere oder alle Saiten gleichzeitig, während die anderen Finger zusätzliche Töne greifen. Das erfordert mehr Kraft und Übung als offene Akkorde, ermöglicht aber, dieselbe Griffform in jede Tonart zu verschieben.
Warum klingen manche Akkorde beim Anhören leicht unterschiedlich?
Die Wiedergabe arpeggiert die Saiten leicht zeitversetzt (wie ein angeschlagener Akkord) statt sie exakt gleichzeitig zu spielen – das klingt natürlicher und näher an echtem Gitarrenspiel.
Warum sind manche Akkorde wie B7 schwerer zu greifen als andere?
Weil bei ihnen mehrere Saiten gleichzeitig auf unterschiedlichen Bünden gegriffen werden müssen und kaum Leersaiten zur Verfügung stehen (B7: x-2-1-2-0-2 statt vieler offener Saiten wie bei C oder G). Das verlangt mehr Fingerunabhängigkeit und Übung.
Kann ich aus den Barré-Formen wie F auch andere Akkorde ableiten?
Ja: Ein Barré-Akkord wie F ist eine bewegliche Form, die sich über das ganze Griffbrett verschieben lässt. Zwei Bünde höher gegriffen – mit dem Grundton dann auf dem 3. statt dem 1. Bund der tiefen E-Saite – ergibt exakt dieselbe Fingerhaltung einen G-Akkord.