Capo-Rechner
Klingende Akkorde mit Kapodaster berechnen oder passende Kapo-Position finden.
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So funktioniert's
Jeder Bund, den der Kapodaster höher sitzt, transponiert die gegriffenen Akkorde um einen Halbton nach oben. Im ersten Modus gibst du deine gegriffenen Akkorde und die Kapo-Position ein und erhältst die tatsächlich klingenden Akkorde. Im zweiten Modus drehst du die Rechnung um: Du sagst dem Tool, welche Tonart klingen soll und welche Griffform du bevorzugst – es berechnet den passenden Bund.
Beispiel 1 (Modus „Akkorde + Kapo-Bund"): Die Akkordfolge C G Am F mit Kapo auf Bund 2 ergibt klingend D A Bm G – jeder Akkord wandert exakt zwei Halbtöne nach oben, die Beziehung der Akkorde zueinander (I–V–vi–IV) bleibt erhalten.
Beispiel 2 (Modus „Ziel-Tonart + Griffbild"): Soll der Song in E klingen, du greifst aber lieber die D-Form, berechnet das Tool Kapo auf Bund 2 – ein klassischer Fall, wenn du die vertraute D-Form nutzen willst, der Song aber in einer für die Stimme passenderen Tonart liegen muss.
Wann brauchst du den Kapo-Rechner?
- Bandprobe: ein Song muss kurzfristig in eine andere Tonart, ohne dass jeder neue Griffe lernt.
- Begleitung: du willst einfache offene Akkorde spielen, der Song steht aber in einer griffschweren Tonart wie Db oder Ab.
- Recording/Arrangement: zwei Gitarren im selben Song, aber mit unterschiedlichem Kapo-Stand für einen volleren, gestaffelten Klang.
- Unterricht: Schülern zeigen, wie sich Kapo-Position und klingende Tonart zueinander verhalten.
Gut zu wissen
Ein Kapo verändert nur die klingende Tonhöhe, nicht die Akkordform – ein „C-Griff“ bleibt technisch immer ein C-Griff, klingt aber je nach Kapo-Position als ein anderer Akkord. Für tiefere Tonarten (wenn der Song tiefer als die offenen Saiten klingen soll) hilft ein Kapo dagegen nicht, hier braucht es alternative Stimmungen oder ein Transponieren am Instrument selbst. Verwandte Begriffe: Transposition (Verschiebung aller Töne um ein festes Intervall), Akkordform/Griffform (die gegriffene Fingerposition, unabhängig von der klingenden Tonhöhe).
Häufige Fragen
Warum benutzen Gitarristen überhaupt einen Kapodaster?
Ein Kapo verkürzt die schwingende Saitenlänge und transponiert dadurch alle offenen Saiten nach oben, ohne dass du neue Griffe lernen musst. So kannst du vertraute, einfache Akkordformen (C, G, D, …) in praktisch jeder Tonart spielen – ideal zur Begleitung eines Sängers oder um einen helleren Klangcharakter zu bekommen.
Wie finde ich die richtige Kapo-Position für eine bestimmte Tonart?
Nutze den Modus „Ziel-Tonart + gewünschtes Griffbild“: Wähle die Tonart, in der der Song klingen soll, und die Akkordform, die du am liebsten spielst (z.B. G). Das Tool berechnet, auf welchem Bund der Kapo sitzen muss.
Verändert ein Kapo den Klang der Gitarre?
Ja, meist hörbar: Höhere Kapo-Positionen klingen heller und dünner, da die Saiten kürzer schwingen. Viele Gitarristen nutzen das gezielt für einen bestimmten Sound, z.B. einen hellen Akustik-Charakter in Country- und Folk-Musik.
Warum liegt die berechnete Kapo-Position nie höher als Bund 11?
Weil eine Transposition um 12 Halbtöne einer vollen Oktave entspricht und wieder beim selben Ton landet. Deshalb reicht es, alle Positionen zwischen Bund 0 und 11 zu betrachten – höhere Kapo-Stände wären nur eine Oktave höher dieselbe Lösung, auf den meisten Instrumenten aber ohnehin kaum bespielbar.
Funktioniert der Rechner auch mit Akkorden, die nicht in der Liste der Griffbilder stehen (z.B. Sept- oder Sus-Akkorde)?
Ja, im Modus „Akkorde + Kapo-Bund“ transponiert das Tool beliebigen Text – auch Am7, Csus4 oder G/B werden erkannt und korrekt verschoben, da bei Bass-Ton-Angaben nach dem Schrägstrich beide Teile eigenständig transponiert werden, der Rest des Akkordsymbols aber unangetastet bleibt.