Gitarrenstimmungen
Referenz gängiger Gitarrenstimmungen mit Saitentönen und Frequenzen.
| Saite | Note | Frequenz |
|---|
Saiten von tief (6, dickste Saite) nach hoch (1, dünnste Saite) sortiert. Klicke „Ton abspielen“, um die Referenzfrequenz zu hören.
So funktioniert's
Neben der Standardstimmung (E-A-D-G-H-E) haben sich über die Jahrzehnte zahlreiche alternative Stimmungen etabliert – von Drop D für tiefe Powerchords über Open-Stimmungen für Slide-Gitarre bis zu DADGAD für modale Folk-Klänge. Wähle eine Stimmung aus, um die exakten Saitentöne und ihre Frequenzen zu sehen, und höre dir jeden Ton zur Kontrolle direkt an.
Beispiel 1: In Standardstimmung liegt die tiefe E-Saite (E2) bei rund 82,41 Hz, berechnet aus MIDI-Note 40. Das ist der bekannte Referenzwert, an dem sich auch klassische Stimmgeräte orientieren.
Beispiel 2: Bei Drop D sinkt nur diese eine Saite von E2 auf D2 – von 82,41 Hz auf rund 73,42 Hz, also einen Ganzton tiefer. Die übrigen fünf Saiten bleiben unverändert in Standardstimmung, was Drop D so schnell umstellbar macht.
Wann brauchst du die Stimmungs-Übersicht?
- Vor der Bandprobe: schnell nachsehen, auf welche Töne umgestimmt werden muss, bevor ein Song in Open D oder Drop D gespielt wird.
- Recording: exakte Referenzfrequenzen für ein Stimmgerät oder zum Gegenchecken der Tuner-Anzeige.
- Songwriting: mit ungewohnten Stimmungen wie DADGAD experimentieren, ohne die Zusammenhänge auswendig zu kennen.
- Unterricht: den Unterschied zwischen Drop-, Open- und Ganzton-Stimmungen anschaulich zeigen.
Gut zu wissen
Die angegebenen Frequenzen gelten für Kammerton A4 = 440 Hz – manche Orchester oder Aufnahmen stimmen leicht abweichend (z.B. 442 Hz), was hier nicht berücksichtigt wird. Beim Umstimmen auf höher gestimmte Varianten wie Open A, bei denen mehrere Saiten über die Standardstimmung hinaus angehoben werden, steigt die Saitenspannung spürbar – im Zweifel einen dickeren Saitensatz wählen oder besonders vorsichtig hochdrehen. Verwandte Begriffe: Kammerton (der Referenzton, meist A = 440 Hz), Saitenspannung (abhängig von Tonhöhe, Mensur und Saitendicke).
Häufige Fragen
Was bringt eine alternative Stimmung wie Open G oder DADGAD?
Alternative Stimmungen erklingen bereits leer angeschlagen als Akkord (Open-Stimmungen) oder erleichtern bestimmte Griffmuster für modale Klänge (DADGAD). Sie eröffnen neue Voicings und Klangfarben, die in Standardstimmung kaum oder nur mit Barré-Griffen möglich wären – beliebt in Blues, Folk und Fingerstyle.
Wie stimme ich meine Gitarre auf eine dieser Stimmungen um?
Wähle die gewünschte Stimmung aus, klicke bei jeder Saite auf „Ton abspielen“ und vergleiche den Ton mit deiner Saite – dreh den Wirbel, bis beide Töne übereinstimmen. Für größere Umstimmungen (z.B. auf Open D) lohnt sich ein chromatisches Stimmgerät, da manche Saiten mehrere Halbtöne wandern.
Ist Drop D dasselbe wie eine Ganzton-Tiefstimmung?
Nein. Bei Drop D wird nur die tiefste Saite von E auf D abgesenkt, die anderen fünf bleiben in Standardstimmung – praktisch für tiefe Powerchords mit nur einem Finger. Bei „Ganzer Ton tiefer“ werden dagegen alle sechs Saiten gleichmäßig um einen Ganzton abgesenkt.
Wie wird die angezeigte Frequenz berechnet?
Aus der MIDI-Tonhöhe jeder Saite nach der Formel f = 440 Hz × 2^((n-69)/12), wobei n die MIDI-Notennummer und 69 die MIDI-Nummer des Kammertons A4 (440 Hz) ist. Das ist der internationale Standard-Stimmton, auf dem alle hier angezeigten Frequenzen basieren.
Was ist DADGAD, und wofür wird die Stimmung typischerweise genutzt?
DADGAD (tief nach hoch: D-A-D-G-A-D) ist eine modale Stimmung, die leer angeschlagen weder eindeutig Dur noch Moll klingt. Sie ist vor allem in keltischer Folkmusik und modernem Fingerstyle beliebt, weil sie offene, resonante Klänge und ungewöhnliche Akkordgriffe mit wenigen Fingern ermöglicht.