MIDI-Note-Konverter

MIDI-Notennummer in Notenname und Frequenz umrechnen und umgekehrt.

MIDI 60 = C4

Frequenz: 261.63 Hz

MIDINoteFrequenz

So funktioniert's

MIDI-Notennummern sind der Standard, mit dem Keyboards, DAWs und Synthesizer Tonhöhen digital austauschen – jede der 128 möglichen Nummern entspricht genau einem Halbton. Gib eine MIDI-Nummer oder einen Notennamen ein, um die jeweils andere Darstellung plus zugehörige Frequenz zu sehen, inklusive einer Übersichtstabelle der umliegenden Töne.

Zwei Beispiele

MIDI-Note 60 entspricht C4 (Mittel-C) mit 261,63 Hz – der Standardwert, mit dem das Tool startet. Ein Gitarrist, der die Frequenz seiner leeren tiefen E-Saite nachschlagen will, gibt dagegen die Note „E2“ ein: Das Tool berechnet MIDI-Note 40 und 82,41 Hz – exakt der Referenzwert, auf den elektronische Gitarrenstimmgeräte diese Saite normalerweise einmessen. Die Tabelle darunter zeigt zusätzlich die vier Nachbartöne über und unter dem Ergebnis – bei E2 also unter anderem D#2 (77,78 Hz; das Tool schreibt immer mit Kreuz, Eb2 ist derselbe Ton) und F2 (87,31 Hz), praktisch, um die Nachbarschaft eines Tons auf einen Blick einzuordnen.

Wann brauchst du den MIDI-Note-Konverter?

  • Beim Programmieren von Sample-Playern oder Synth-Patches, wenn du wissen musst, welche Frequenz eine bestimmte MIDI-Note tatsächlich auslöst.
  • Beim Debuggen von MIDI-Dateien, etwa wenn Noten unerwartet zu hoch oder tief klingen und du prüfen willst, ob die Oktavlage stimmt.
  • Beim Einrichten eines Keyboard-Splits oder Multi-Timbre-Setups, um die Grenzwerte in MIDI-Nummern statt in Notennamen einzutragen.
  • Im Unterricht, um Schülern zu zeigen, wie Tonhöhe, Notenname und Frequenz technisch zusammenhängen.
  • Beim Vergleichen zweier Geräte, die dieselbe MIDI-Note offenbar unterschiedlich klingend interpretieren – oft steckt dahinter eine abweichende Oktavzählung oder Kammerton-Einstellung.

Hintergrund: Wie aus der Nummer ein Notenname wird

Hinter dem Namen steckt eine Division durch 12, denn zwölf Halbtöne ergeben eine Oktave. Der Rest sagt, welcher der zwölf Töne gemeint ist (0 = C, 1 = C#, 2 = D und so weiter bis 11 = B), der ganzzahlige Anteil minus 1 ergibt die Oktavzahl. Bei der 40 ist 40 ÷ 12 = 3 Rest 4: Oktave 3 − 1 = 2, Position 4, also E2. Die 127 ergibt 10 Rest 7 und damit G9, die 0 wegen 0 ÷ 12 = 0 Rest 0 das C in der Oktave −1, das im Tool als C-1 erscheint. Das Notenfeld rechnet in die Gegenrichtung: (Oktave + 1) × 12 plus Position, bei E2 also 3 × 12 + 4 = 40.

Die Frequenz kommt erst danach ins Spiel: 440 Hz × 2^((Nummer − 69) ÷ 12). Für die 81 ist der Exponent (81 − 69) ÷ 12 = 1, die Frequenz also 880 Hz (A5). Für die 64 ist er −5 ÷ 12, daraus folgt 440 × 0,74915 ≈ 329,63 Hz (E4). Weil Notennummern ganze Zahlen sind, kennt MIDI keine Töne zwischen den Tasten. Alles, was dazwischen liegt, etwa ein Vibrato oder eine um 20 Cent höhere Stimmung, wandert nicht über die Notennummer, sondern über Pitch Bend oder über eine Stimmungseinstellung im Instrument.

Dieselbe Taste, mehrere Namen: Oktavzählung im Vergleich

Dieses Tool nennt die 60 C4, so wie es die gebräuchliche Ziffernschreibweise der Oktaven (Scientific Pitch Notation) tut. Die Frequenz hängt nur an der Nummer, der Name dagegen an der Konvention des jeweiligen Programms. In vielen DAWs und auf manchen Keyboards heißt die 60 C3, vereinzelt auch C5. Die Tabelle zeigt fünf Beispiele:

MIDI-NummerIm Tool (60 = C4)Zählung mit 60 = C3Zählung mit 60 = C5
21A0A-1A1
40E2E1E3
60C4C3C5
69A4A3A5
108C8C7C9

Welche Zählung dein Programm verwendet, siehst du, wenn du das mittlere C anschlägst oder die Note 60 im Piano-Roll suchst. Steht dort C3, liegt jeder Name eine Oktave unter dem des Tools, und du ziehst von der Oktavzahl des Tools eins ab: Aus E2 im Tool wird dann E1.

Schritt für Schritt: Eine Note nachschlagen

  1. Trage im Feld „Note (z.B. C4) → MIDI-Nummer“ den Ton ein, zum Beispiel F#3. Das Ergebnis lautet „F#3 = MIDI 54“, darunter steht „Frequenz: 185.00 Hz“ (Dezimalstellen zeigt das Tool mit Punkt).
  2. Das Feld „MIDI-Notennummer (0–127) → Note“ übernimmt die 54 automatisch. Tippst du dort weiter, gilt wieder die Nummer als Eingabe.
  3. Die Tabelle darunter listet die Nummern 50 bis 58 mit Notenname und Frequenz, die gewählte Zeile ist fett: von D3 (146.83 Hz) über F#3 und G3 (196.00 Hz) bis A#3 (233.08 Hz).
  4. Soll ein Ton eine Quinte höher liegen, zähle 7 Nummern dazu: 54 + 7 = 61, im Tool C#4 mit 277.18 Hz. Mit einer Zahl lässt sich also auch transponieren, +12 ist genau eine Oktave.

Zwei Rechenbeispiele aus der Praxis

Schlagzeugnoten übertragen

Im General-MIDI-Schlagzeug auf Kanal 10 liegen Bassdrum, Snare und geschlossene Hi-Hat auf den Nummern 36, 38 und 42. Der Konverter nennt sie C2, D2 und F#2: 36 ÷ 12 ergibt 3 Rest 0, bei 38 bleibt Rest 2, bei 42 Rest 6. Zählt dein Editor die 60 als C3, zeigt er dieselben Noten als C1, D1 und F#1. Überträgst du ein Pattern aus einem Handbuch, das Nummern nennt, in eine DAW, die Namen anzeigt, triffst du die richtigen Pads nur, wenn du die Zählung deiner Software kennst.

Grundton im Sampler prüfen

Ein Sample enthält ein A mit 440 Hz und gehört auf die Taste 69. Trägst du als Grundton versehentlich 57 (A3) ein, spielt die Taste 69 das Sample um 69 − 57 = 12 Halbtöne höher ab. Der Faktor ist 2^(12 ÷ 12) = 2, und es erklingt mit 880 Hz. Die Differenz der Nummern verrät dir den Fehler sofort: Ein Vielfaches von 12 bedeutet immer eine Verschiebung um ganze Oktaven, jede andere Zahl einen Versatz um Halbtöne.

Grenzen und Stolperstellen

  • Fester Kammerton: Die Frequenzen setzen A4 = 440 Hz voraus. Stimmt ein Orchester auf 442 Hz, liegt das mittlere C bei rund 262,81 statt 261,63 Hz, während Nummern und Namen unverändert bleiben. Für andere Stimmtöne und die Abweichung in Cent gibt es den Frequenz-Note-Konverter.
  • Schreibweise: Das Notenfeld versteht nur internationale Namen, groß oder klein geschrieben. Die Randfälle Cb und B# gibst du besser als B und C mit der Oktavzahl ein, die du tatsächlich meinst, und prüfst das Ergebnis an der Tabelle.
  • Ausschnitt statt Gesamtliste: Die Tabelle zeigt höchstens neun Töne. Am Rand des Bereichs sind es weniger: Bei Note 0 siehst du die Nummern 0 bis 4, bei Note 127 die Nummern 123 bis 127.
  • Nur ganze Halbtöne: Töne zwischen zwei Tasten kann die Notennummer nicht ausdrücken, das Tool zeigt also immer die gleichstufigen Frequenzen.

Findest du in einem Handbuch oder Forum nur einen Notennamen ohne Nummer, prüfe zuerst, welche Zählung dort gilt. Schreibst du selbst für Bandkollegen oder ein Forum, nenne neben dem Namen die Nummer, etwa „C4 (60)“. Dann ist die Oktave eindeutig.

Weiterlesen

Wie Notennummern, Kanäle, Velocity und Controller zusammenspielen, erklärt der RatgeberMIDI-Grundlagen. Die deutschen Oktavnamen c′ und c″ und ihre Entsprechung C4 und C5 beschreibt der RatgeberGehörbildung und Noten lesen, und wie sich ganze Akkordfolgen verschieben lassen, steht in Skalen und Akkorde transponieren. Welche Controller-Nummern hinter Pedal, Modulationsrad und Reglern stecken, zeigt die MIDI-CC-Liste.

Häufige Fragen

Warum ist MIDI-Note 60 das mittlere C?

Die 60 ist per Konvention das mittlere C (das eingestrichene c′ der deutschen Notation, im Tool C4). Sie liegt nahe der Mitte des MIDI-Bereichs von 0 bis 127, dessen exakte Mitte 63,5 wäre, und ungefähr in der Mitte einer Klaviatur mit 88 Tasten, die von Note 21 bis Note 108 reicht. Entscheidend ist, dass die Nummer überall gleich ist: Auf jedem Gerät löst die 60 denselben Ton aus, nur der Name dazu kann abweichen.

Stimmen die Oktavbezeichnungen (C4, C5, …) immer überein?

Nein, eine verbindliche Regel gibt es nicht. Dieses Tool nennt Note 60 C4 und die tiefste Note 0 C-1. Viele Programme und Geräte zählen eine Oktave tiefer und nennen dieselbe Note 60 C3, ihre tiefste Note heißt dann C-2; vereinzelt kommt auch C5 vor. Der Ton ist in allen Fällen derselbe, nur die Beschriftung ist um eine oder zwei Oktaven versetzt. Vergleiche im Zweifel die Notennummern statt der Namen.

Wofür brauche ich die Umrechnung MIDI-Note ↔ Frequenz?

Zum Beispiel beim Programmieren von Synthesizern oder Sample-Playern, beim Prüfen von MIDI-Dateien oder um nachzusehen, welche Frequenz ein bestimmtes MIDI-Event tatsächlich auslöst. Auch wenn zwei Geräte dieselbe Nummer scheinbar unterschiedlich hoch spielen, hilft der Blick auf die Frequenz bei der Fehlersuche.

Wie wird aus einer MIDI-Nummer eine Frequenz berechnet?

Über die Formel Frequenz = 440 Hz × 2^((MIDI-Nummer − 69) / 12). Die 69 steht für A4 mit 440 Hz. Die Division durch 12 sorgt dafür, dass jeder Halbton die Frequenz mit demselben Faktor multipliziert, der zwölften Wurzel aus 2 (rund 1,0595). Nach zwölf Halbtönen hat sich die Frequenz verdoppelt: Für Note 57 ergibt sich 440 × 2^(−1) = 220 Hz, für Note 81 dagegen 880 Hz.

Was ist der Unterschied zwischen diesem Tool und dem Frequenz-Note-Konverter?

Dieser Konverter arbeitet mit ganzen MIDI-Nummern von 0 bis 127 und rechnet fest mit A4 = 440 Hz. Er zeigt zur Eingabe den Notennamen, die Frequenz und eine Tabelle der Nachbartöne. Der Frequenz-Note-Konverter nimmt dagegen beliebige Frequenzen in Hz an, hat einen einstellbaren Kammerton und gibt die Abweichung zur nächsten Note in Cent an. Brauchst du den Namen oder die Nummer zu einer Taste, bist du hier richtig. Willst du wissen, welche Note ein gemessener Ton ist oder wie weit er danebenliegt, nimmst du den Frequenz-Note-Konverter.

Wie gebe ich Noten richtig ein, und warum zeigt das Tool nur Kreuze?

Das Notenfeld erwartet einen Buchstaben von A bis G, optional ein # oder b und dann die Oktavzahl, zum Beispiel C4, f#3, Bb5 oder C-1. Deutsche Namen wie H, Fis oder Es werden nicht erkannt: Schreibe B statt H und Bb statt B. Nummern und Noten außerhalb des Bereichs 0 bis 127 meldet das Tool als ungültig. Bei der Anzeige verwendet es immer die Kreuz-Schreibweise, aus 61 wird also C#4, auch wenn du Db4 eingegeben hast. Beide Namen bezeichnen dieselbe Taste, und MIDI überträgt ohnehin nur die Nummer.