MIDI-CC-Liste

Durchsuchbare Referenz aller standardisierten MIDI-Control-Change-Nummern.

CC#Bezeichnung
0Bank Select (MSB)
1Modulation Wheel
2Breath Controller
4Foot Controller
5Portamento Time
6Data Entry (MSB)
7Channel Volume
8Balance
10Pan
11Expression
12Effect Control 1
13Effect Control 2
32Bank Select (LSB)
33Modulation Wheel (LSB)
38Data Entry (LSB)
64Sustain Pedal (Damper)
65Portamento On/Off
66Sostenuto Pedal
67Soft Pedal
68Legato Footswitch
69Hold 2
70Sound Controller 1 (Sound Variation)
71Sound Controller 2 (Resonance/Timbre)
72Sound Controller 3 (Release Time)
73Sound Controller 4 (Attack Time)
74Sound Controller 5 (Brightness/Cutoff)
84Portamento Control
91Effect 1 Depth (Reverb Send)
92Effect 2 Depth (Tremolo)
93Effect 3 Depth (Chorus Send)
94Effect 4 Depth (Detune)
95Effect 5 Depth (Phaser)
96Data Increment
97Data Decrement
98NRPN LSB
99NRPN MSB
100RPN LSB
101RPN MSB
120All Sound Off
121Reset All Controllers
122Local Control On/Off
123All Notes Off
124Omni Mode Off
125Omni Mode On
126Mono Mode On
127Poly Mode On

So funktioniert's

MIDI Control Change ist der Standard, mit dem Hardware-Controller, Fußpedale und DAW-Automation Werte an Synthesizer und Software-Instrumente senden – unabhängig von Noten. Nutze die Suche, um schnell die passende CC-Nummer zu einer Funktion zu finden, etwa beim Einrichten eines MIDI-Controllers oder beim Debuggen von MIDI-Automationsdaten.

Zwei Beispiele aus der Praxis

Willst du das Sustain-Pedal eines Masterkeyboards mit einem Fußschalter simulieren, brauchst duCC64: Ein Wert von 127 hält Töne wie beim Klavierpedal, ein Wert von 0 löst sie wieder. Suchst du dagegen die passende Nummer, um in deiner DAW eine Lautstärke-Automation für ein virtuelles Instrument zu zeichnen, landest du meist bei CC7 (Channel Volume) oder CC11(Expression) – Letztere eignet sich besser für dynamische Ausdruckskurven innerhalb einer Phrase, weil CC7 eher als grober Gesamtpegel gedacht ist. Ein drittes Beispiel: Willst du ein virtuelles Instrument per Modulationsrad ausdrucksstärker klingen lassen (Vibrato, Filter-Öffnung), ist das fast immerCC1 – das mit Abstand am häufigsten hardwareseitig abgegriffene Rad an Masterkeyboards.

Wann brauchst du die CC-Liste?

  • Beim Einrichten eines neuen MIDI-Controllers, um Pads, Regler oder Fußschalter sinnvollen CC-Nummern zuzuweisen.
  • Beim Debuggen einer MIDI-Datei oder Automationsspur, wenn ein unerwarteter Effekt auftritt und du herausfinden willst, welche Nummer dafür verantwortlich ist.
  • Beim Programmieren eigener MIDI-Skripte oder Controller-Mappings, wo CC-Nummern exakt stimmen müssen.
  • Im Unterricht, um den Unterschied zwischen Noten- und Controller-Daten anschaulich zu erklären.

Gut zu wissen

Nicht jede CC-Nummer wird von jedem Gerät unterstützt – ein Synthesizer reagiert nur auf CCs, die er implementiert, alle anderen werden stillschweigend ignoriert. Verwechsle CC nicht mit RPN/NRPN (Registered/Non-Registered Parameter Number): Das sind mehrstufige Nachrichten, die selbst über CC98–101 übertragen werden, aber deutlich feinere Parameter wie Pitch-Bend-Sensitivity ansprechen können. Und CC ist grundsätzlich kanalgebunden – dieselbe Nummer auf Kanal 1 und Kanal 2 steuert zwei unabhängige Parameter an zwei unterschiedlichen Instrumenten. Achte beim Programmieren eigener Automationen außerdem darauf, dass manche CCs als „Toggle“ funktionieren (z.B. CC64 kennt eigentlich nur An/Aus bei Schwellenwert 64), auch wenn technisch der volle Wertebereich 0–127 übertragen werden kann – wie ein Gerät den Wert interpretiert, entscheidet am Ende immer die Empfängerseite.

Häufige Fragen

Was ist ein MIDI Control Change (CC)?

Ein CC-Event überträgt einen Reglerwert (0–127) zusätzlich zu Noten – z.B. wie weit ein Modulationsrad gedreht ist oder ob das Sustain-Pedal gedrückt ist. Jede CC-Nummer hat eine im Standard definierte (aber nicht immer verbindliche) Bedeutung.

Welche CC-Nummern werden am häufigsten genutzt?

CC1 (Modulation), CC7 (Lautstärke), CC10 (Panorama), CC11 (Expression) und CC64 (Sustain-Pedal) gehören zu den am weitesten verbreiteten – fast jedes MIDI-Keyboard und jede DAW unterstützt sie zuverlässig.

Was ist der Unterschied zwischen MSB und LSB?

Für feinere Auflösung als die üblichen 128 Stufen kombinieren manche Controller zwei CC-Nachrichten: MSB (Most Significant Byte, grober Wert) und LSB (Least Significant Byte, Feinabstufung) – zusammen ergeben sie bis zu 16.384 Stufen, z.B. bei Bank Select.

Sind CC-Zuordnungen bei jedem Hersteller garantiert gleich?

Ein Kernbereich ist im MIDI-Standard fest reserviert und wird von praktisch allen Geräten eingehalten – etwa CC64 (Sustain), CC120–127 (Kanalmodus-Nachrichten wie All Notes Off) sowie CC0/32 (Bank Select). Nummern wie CC70–95 (Sound Controller) gelten dagegen nur als Empfehlung; manche Hersteller belegen sie mit eigenen Funktionen. Ein Blick ins Handbuch schafft im Zweifel Klarheit.

Darf ich unbenutzte CC-Nummern für eigene Zwecke verwenden?

Ja. Viele DAWs und Controller erlauben, frei verfügbare Nummern wie CC3, CC9 oder CC14–19 eigenen Parametern zuzuweisen, etwa Filter-Cutoff oder eine benutzerdefinierte Automation. Solange du keine reservierte Nummer wie CC64 oder CC121 überschreibst, kollidiert das mit nichts.