MIDI-Clock-Rechner
BPM in MIDI-Clock-Ticks (24 ppqn) umrechnen und umgekehrt.
| MIDI-Clock-Auflösung | 24 Ticks pro Viertelnote (ppqn) |
| Zeit pro Tick | – |
| Ticks pro Sekunde | – |
| Ticks pro Takt | – |
| Ticks pro Sechzehntel (Song Position Pointer) | 6 Ticks |
Der MIDI-Beat-Clock-Standard sendet 24 Timing-Clock-Nachrichten pro Viertelnote, unabhängig von der Taktart. Der Song Position Pointer zählt in 16tel-Noten (6 Clock-Ticks je 16tel).
So funktioniert's
MIDI-Clock-Signale sorgen dafür, dass mehrere MIDI-Geräte im gleichen Tempo laufen, ohne dass jedes Gerät sein eigenes BPM kennen muss – der Master sendet einfach 24 Ticks pro Viertelnote, alle angeschlossenen Geräte richten sich danach. Der Rechner zeigt dir, wie lang ein einzelner Tick bei deinem Tempo dauert und wie viele Ticks ein ganzer Takt umfasst.
Zwei Beispiele
Bei 120 BPM und 4 Beats pro Takt (4/4-Takt) sendet der Master alle 20,833 ms einen Tick, also 48 Ticks pro Sekunde, und ein kompletter Takt umfasst 24 × 4 = 96 Ticks. Läuft ein Song dagegen im 3/4-Takt bei 140 BPM, verkürzt sich der Tick-Abstand auf 17,857 ms (56 Ticks/s), und ein Takt besteht aus 24 × 3 = 72 Ticks – spürbar schneller und mit weniger Ticks pro Takt als im ersten Beispiel.
Wann brauchst du den MIDI-Clock-Rechner?
- Beim Verkabeln mehrerer Hardware-Geräte (Drum-Machine, Sequencer, Arpeggiator) über DIN-MIDI, um zu prüfen, ob die Timing-Auflösung für dein Tempo ausreicht.
- Beim Debuggen von Sync-Problemen, wenn ein externes Gerät bei sehr hohen oder niedrigen BPM-Werten aus dem Takt gerät.
- Beim Bau eigener MIDI-Firmware oder Arduino-basierter Clock-Generatoren, wo die exakte Tick-Dauer in Millisekunden benötigt wird.
- Beim Vergleichen zweier Tempi, um schnell abzuschätzen, wie viel dichter oder lockerer das Clock-Signal bei einer geplanten Tempoänderung wird.
Gut zu wissen
MIDI Clock kennt selbst keine Taktart – die 24 Ticks pro Viertelnote gelten unabhängig davon, ob ein Stück im 4/4- oder 7/8-Takt steht. Die Taktart wird hier nur genutzt, um Ticks pro Takt anzuzeigen, sie wird nicht über MIDI übertragen. Verwechsle MIDI Clock außerdem nicht mit MIDI Time Code (siehe FAQ) oder mit Ableton Link, das ein völlig anderes, moderneres Protokoll für die Tempo-Synchronisation über Netzwerk/WLAN nutzt. Ein weiterer Stolperstein: MIDI Clock überträgt selbst kein Tempo als Zahl, sondern ausschließlich die Ticks – ein Empfängergerät muss die BPM-Zahl aus dem zeitlichen Abstand zwischen den Ticks erst zurückrechnen. Bei sehr langsamen oder sehr schnellen Tempi außerhalb des hier eingestellten Bereichs (20–300 BPM) kann diese Rückrechnung bei älterer Hardware ungenau werden.
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen MIDI Clock und MIDI Time Code (MTC)?
MIDI Clock ist tempobasiert (24 Ticks pro Viertelnote, ändert sich mit dem BPM) und dient der Synchronisation von Sequencern/Drum-Machines auf einen gemeinsamen Beat. MIDI Time Code ist dagegen zeitbasiert (Stunden:Minuten:Sekunden:Frames) und tempo-unabhängig – typisch für Video- und Studio-Synchronisation.
Wofür brauche ich MIDI-Clock-Berechnungen konkret?
Zum Beispiel um zu prüfen, ob ein altes Hardware-Gerät mit einer bestimmten BPM-Rate noch stabil synchronisiert, um LFO- oder Arpeggiator-Raten tempo-genau zu berechnen, oder um Latenzen bei der externen Clock-Synchronisation zu debuggen.
Warum genau 24 Ticks pro Viertelnote?
Diese Auflösung wurde im ursprünglichen MIDI-1.0-Standard (1983) als Kompromiss zwischen Timing-Genauigkeit und Datenmenge festgelegt und hat sich seither nicht geändert – 24 lässt sich zudem sauber durch gängige Notenwerte wie Achtel, Sechzehntel und Triolen teilen.
Wie hängen BPM und MIDI-Clock-Tempo zusammen?
Direkt proportional: Ticks pro Sekunde = BPM × 24 / 60. Verdoppelst du das Tempo, verdoppelt sich auch die Anzahl der Clock-Ticks pro Sekunde – der zeitliche Abstand zwischen zwei Ticks halbiert sich entsprechend.
Kann ich mit MIDI Clock auch Delay- oder LFO-Zeiten synchron zum Songtempo einstellen?
Indirekt ja: Viele Delays und Synth-LFOs bieten einen „Sync“-Modus, der intern auf tempo-synchrone Notenwerte (z.B. 1/8, punktiertes 1/4) statt auf rohe MIDI-Clock-Ticks umrechnet. Die Tick-Werte aus diesem Rechner sind vor allem für Hardware relevant, die tatsächlich Clock-Pulse empfängt, etwa alte Drum-Machines oder Modular-Systeme mit Clock-Eingang.