Tonart-Finder
Passende Dur- oder Molltonart zu einer Reihe von Noten finden.
Wähle die Töne aus, die in deiner Melodie oder Akkordfolge vorkommen.
Beste Übereinstimmungen:
So findet der Tonart-Finder deine Tonart
Eine Dur-Tonleiter und ihre parallele Molltonart bestehen aus denselben sieben Tönen, zum Beispiel C-Dur und A-Moll. Der Tonart-Finder arbeitet mit genau diesem Tonvorrat: Für jede der zwölf Dur- und zwölf natürlichen Molltonleitern zählt er, wie viele deiner markierten Töne darin vorkommen, und zeigt die sechs besten Treffer. Steht hinter einer Tonart ein Häkchen, gehören alle deine Töne dazu.
Zwei Eigenheiten helfen beim Deuten. Erstens zählen nur die Töne, die du angeklickt hast: Tonleitertöne, die in deinem Material nicht vorkommen, werden nicht abgezogen. Ein Riff aus C, D und E passt zu C-Dur also genauso perfekt wie die komplette Tonleiter. Zweitens ist die Reihenfolge bei Gleichstand fest: Der Finder geht den Quintenzirkel von C aus durch und nennt je Tonart erst Dur, dann Moll. Ein höherer Platz in der Liste bedeutet bei gleicher Trefferzahl also nicht, dass die Tonart wahrscheinlicher ist.
Schritt für Schritt zur Tonart
- Sammle die Töne deines Materials: die Noten einer Melodie, eines Riffs oder alle Töne der Akkorde einer Akkordfolge.
- Klicke die passenden Schalter an. Ein zweiter Klick nimmt einen Ton wieder heraus, „Auswahl leeren“ beginnt von vorn.
- Lies unter „Beste Übereinstimmungen“ die Liste ab. Tonarten mit ✓ enthalten alle gewählten Töne, bei den übrigen steht, wie viele Töne passen.
- Stehen mehrere Tonarten mit ✓ in der Liste, entscheidet dein Gehör: Auf welchem Ton oder Akkord kommt die Musik zur Ruhe? Das ist meist der Grundton.
- Bleibt es uneindeutig, ergänze weitere Töne aus dem Stück. Jeder zusätzliche Ton, der nicht zu allen Kandidaten passt, verkürzt die Liste.
Beispiel: Die Tonart einer Akkordfolge bestimmen
Nehmen wir die Akkordfolge G – D – Em – C. Die Akkorde bestehen aus G, B, D (G-Dur), D, F#, A (D-Dur), E, G, B (Em) und C, E, G (C-Dur). Zusammen sind das sieben verschiedene Töne: C, D, E, F#, G, A und B. Markierst du sie, zeigen G-Dur und Em beide ein Häkchen mit „7 von 7“. Welche der beiden gemeint ist, entscheidet dein Gehör. Fühlt sich G wie das Zuhause an, steht die Folge in G-Dur und ist dort die Stufenfolge I–V–vi–IV, die du bei den Akkordprogressionenin jede Tonart übertragen kannst.
Je mehr verschiedene Töne du markierst, desto kürzer wird die Liste. Das Beispiel oben zeigt es: Die vier Grundtöne allein liefern sechs perfekte Treffer, alle sieben Akkordtöne nur noch zwei.
Grenzen: Wenn kein Häkchen erscheint
Der Finder kennt nur Dur und natürliches Moll. Das siehst du, wenn du A, B, C, D, E, F und G# markierst, also A harmonisch Moll. Es gibt keinen perfekten Treffer, C-Dur und Am stehen mit „6 von 7“ oben, und der fehlende Ton ist das G#. Er ist der Leitton der Molltonart und tritt auf, sobald die Dominante ein Dur-Akkord ist, in Am also E-Dur statt Em. Das ist ein Fall für harmonisch Moll, das der Finder nicht abbildet.
Auch bei sehr wenigen Tönen stößt die Anzeige an Grenzen: Ein einzelner Ton, etwa das C, gehört zu 14 der 24 Tonleitern, angezeigt werden aber nur sechs. Chromatische Läufe, Blue Notes und Modulationen sorgen ebenfalls dafür, dass kein Häkchen erscheint. Teile längere Stücke deshalb in Abschnitte und prüfe jeden einzeln, denn nach einer Modulation gehört ein Teil der Töne zu einer anderen Tonart.
Weiterarbeiten mit der gefundenen Tonart
Kennst du die Tonart, zeigt dir derHarmonielehre-Generator die sieben passenden Akkorde, und im Quintenzirkel siehst du Vorzeichen und verwandte Tonarten. Warum benachbarte Tonarten nur in einem Ton voneinander abweichen, erklärt der RatgeberQuintenzirkel verstehen. Mehr dazu, wie du eine Tonart bestimmst, steht im Ratgeber Tonart erkennen. Spielst du Gitarre und die gefundene Tonart liegt ungünstig, etwa Eb oder F#, findet derCapo-Rechner den Bund, mit dem du sie mit offenen Griffen spielen kannst.
Häufige Fragen
Wie funktioniert der Tonart-Finder?
Du markierst die Töne, die in deiner Melodie, deinem Riff oder deiner Akkordfolge vorkommen. Der Finder prüft jede der zwölf Dur- und zwölf natürlichen Molltonleitern und zeigt die sechs besten Treffer. Unter jedem Treffer steht, wie viele deiner Töne zur Tonleiter gehören, zum Beispiel „5 von 7 Tönen passen zur Tonleiter“. Ein Häkchen (✓) bedeutet: Alle markierten Töne gehören dazu.
Was mache ich, wenn mehrere Tonarten gleich gut passen?
Das ist normal, vor allem bei wenigen Tönen. Eine Dur-Tonart und ihre parallele Molltonart (etwa C-Dur und Am) haben exakt dieselben sieben Töne und unterscheiden sich nur im Grundton. Achte darauf, auf welchem Ton die Melodie zur Ruhe kommt und welcher Akkord am Ende steht. Bei Gleichstand sortiert der Finder übrigens nach dem Quintenzirkel, ausgehend von C, nicht nach Wahrscheinlichkeit.
Reicht es, nur die Grundtöne meiner Akkorde zu markieren?
Meistens nicht. Die vier Grundtöne G, D, E und C passen zu sechs Tonarten gleichzeitig: C-Dur, Am, G-Dur, Em, F-Dur und Dm. Nimmst du alle Töne der Akkorde dazu, kommt das F# aus dem D-Dur-Akkord ins Spiel, und es bleiben nur noch G-Dur und Em übrig. Markiere deshalb nach Möglichkeit alle Akkordtöne, nicht nur die Akkordnamen.
Warum werden nur Dur und natürliches Moll geprüft, keine Modi?
Dur und Moll sind die Grundlage der meisten populären Musik, und so bleibt die Ergebnisliste übersichtlich. Kirchentonarten tauchen trotzdem indirekt auf: Dorisch, Mixolydisch und die anderen Modi benutzen denselben Tonvorrat wie eine Dur-Tonleiter, nur mit anderem Grundton. Ein Treffer bei G-Dur kann deshalb auch bedeuten, dass deine Melodie in A-Dorisch oder D-Mixolydisch steht.
Was bedeutet es, wenn kein Häkchen erscheint?
Dann steckt mindestens ein Ton in deiner Auswahl, der nicht zu den übrigen passt, etwa ein chromatischer Durchgangston, eine Blue Note oder eine Modulation innerhalb des Ausschnitts. Die Angabe „x von y“ zeigt dir, welche Tonart am nächsten dran ist. Auch harmonisch Moll führt zu diesem Ergebnis: Wählst du A, B, C, D, E, F und G#, liegt das G# außerhalb von Am, und C-Dur und Am erreichen nur 6 von 7.
Wo finde ich das H, und warum stehen manche Töne doppelt?
Der Finder verwendet internationale Notennamen: Das englische B ist unser H, das deutsche B heißt dort A#/Bb. Schwarze Tasten haben nur einen Schalter mit beiden Namen, etwa C#/Db, weil beide Namen denselben Ton meinen. In den Ergebnissen erscheint die Tonart mit sechs Vorzeichen als F#/Gb-Dur beziehungsweise D#m/Ebm.