Tonart-Finder

Passende Dur- oder Molltonart zu einer Reihe von Noten finden.

Wähle die Töne aus, die in deiner Melodie oder Akkordfolge vorkommen.

Beste Übereinstimmungen:

So funktioniert's

Jede Melodie oder Akkordfolge bewegt sich meistens innerhalb einer bestimmten Tonleiter. Der Tonart-Finder nutzt genau dieses Prinzip: Er prüft, welche der zwölf Dur- und zwölf natürlichen Molltonleitern alle von dir markierten Töne enthält. Statt selbst mühsam durchzuprobieren, siehst du sofort die wahrscheinlichsten Kandidaten – praktisch beim Nachspielen von Songs per Gehör, beim Transkribieren oder wenn du zu einer bereits geschriebenen Melodie passende Begleitakkorde suchst.

Beispiel 1: Wählst du alle sieben Töne C, D, E, F, G, A und B aus (die komplette C-Dur-Tonleiter), zeigt der Finder sowohl C-Dur als auch A-Moll mit einem perfekten Treffer (7 von 7) – beide teilen sich exakt denselben Tonvorrat, wie in der FAQ oben erklärt.

Beispiel 2: Wählst du dagegen nur die drei Töne A, C und E (einen A-Moll-Dreiklang), landen neben A-Moll auch mehrere Dur-Tonarten (u.a. C-Dur, F-Dur, G-Dur) bei 3 von 3 – mit so wenigen Tönen ist die Auswahl noch nicht eindeutig genug für eine einzige Tonart.

Wann brauchst du den Tonart-Finder?

  • Nach Gehör spielen: einen Song oder ein Riff heraushören und die passende Tonart bestimmen.
  • Transkribieren: eine Melodie notieren und dabei prüfen, in welcher Tonart sie sich bewegt.
  • Begleitakkorde finden: zu einer bereits vorhandenen Melodie passende Akkorde suchen.
  • Songwriting: eine unklare Ideenskizze einer konkreten Tonart zuordnen, um darauf aufzubauen.

Gut zu wissen

Mehr ausgewählte Töne liefern präzisere Ergebnisse – bei nur zwei oder drei Tönen passen fast immer mehrere Tonarten gleich gut. Der Finder erkennt zudem nur Dur und natürliches Moll, keine Kirchentonarten, Bluestonleiter oder harmonisch/melodisch Moll – bei modal oder chromatisch angelegten Melodien sind die Ergebnisse deshalb nur ein Anhaltspunkt, kein letztes Wort. Verwandte Begriffe: Modus (eine Tonleiter mit demselben Tonvorrat wie eine Dur-Tonleiter, aber anderem Grundton), Parallel-Tonart (Dur- und Molltonart mit identischem Tonvorrat, z.B. C-Dur/A-Moll).

Häufige Fragen

Wie funktioniert der Tonart-Finder?

Du wählst die Töne aus, die in deiner Melodie, deinem Riff oder deiner Akkordfolge vorkommen. Der Finder vergleicht diese Auswahl mit allen 24 Dur- und Molltonleitern und zeigt dir, welche Tonarten am besten passen – markiert mit ✓, wenn wirklich alle gewählten Töne zur Tonleiter gehören.

Was mache ich, wenn mehrere Tonarten gleich gut passen?

Das ist normal, vor allem bei wenigen ausgewählten Tönen: Dur- und die zugehörige parallele Molltonart (z.B. C-Dur und A-Moll) teilen sich alle sieben Töne und lassen sich nur durch den Grundton bzw. die Melodieführung unterscheiden. Höre dir an, welcher Ton sich wie „Zuhause“ anfühlt – das ist meist die richtige Tonart.

Funktioniert das auch bei chromatischen oder ungewöhnlichen Melodien?

Ja, aber die Trefferquote sinkt naturgemäß. Bei Tönen außerhalb der klassischen Dur/Moll-Leitern (z.B. Blue Notes oder Durchgangstöne) zeigt dir die Prozentanzeige, wie viele der gewählten Töne wirklich zur jeweiligen Tonleiter passen, statt nur perfekte Treffer zu verlangen.

Warum werden nur Dur- und natürliche Molltonleitern geprüft, keine Kirchentonarten (Modi)?

Um die Ergebnisliste übersichtlich zu halten und weil Dur/Moll die mit Abstand häufigste Grundlage populärer Musik ist. Modi wie Dorisch oder Mixolydisch enthalten denselben Tonvorrat wie eine bestimmte Dur-Tonleiter, nur mit anderem Grundton – ein Treffer bei „G-Dur“ kann also z.B. auch bedeuten, dass deine Melodie eigentlich in A-Dorisch steht.

Wie interpretiere ich es, wenn gar keine Tonart 100% passt?

Dann enthält deine Auswahl mindestens einen Ton, der in keiner der 24 geprüften Dur-/Molltonleitern zusammen mit den anderen vorkommt – z.B. durch chromatische Durchgangstöne, eine Blue Note oder einen Tonartwechsel (Modulation) innerhalb des Melodieausschnitts. Die Prozentanzeige zeigt dir dann, welche Tonart am nächsten dran ist.