Akkordprogressionen
Bekannte Akkordfolgen durchstöbern oder zufällig eine generieren, transponierbar in jede Tonart.
So funktioniert's
Die hinterlegten Progressionen sind bewährte Akkordfolgen aus Pop, Rock, Jazz und Blues – von der eingängigen I–V–vi–IV-„Pop-Progression“ über die Jazz-Standardkadenz ii–V–I bis zur dramatischen Andalusischen Kadenz. Wähle eine Tonart und eine Progression, um konkrete Akkorde zu sehen, oder nutze „Zufällige Progression”, um neue Ideen für dein nächstes Songwriting-Projekt zu entdecken.
Beispiel 1: Tonart C, Progression „Pop-Progression” (I–V–vi–IV) ergibt C – G – Am – F. Diese vier Akkorde in dieser Reihenfolge stecken hinter unzähligen Charthits verschiedenster Jahrzehnte.
Beispiel 2: Tonart A, Progression „Jazz ii–V–I” ergibt Bm7 – E7 – Amaj7. Die enge Stimmführung zwischen den Akkorden – jeweils nur wenige Töne bewegen sich – ist ein Grund, warum sich ii–V–I so glatt und „smooth” anhört.
Wann brauchst du den Akkordprogressionen-Finder?
- Songwriting: schnell eine bewährte Akkordfolge in der gewünschten Tonart erhalten, statt sie selbst herzuleiten.
- Üben: die Klänge verschiedener Progressionen (Pop, Jazz, Blues, Moll) direkt vergleichen.
- Bandprobe: eine Vorlage für eine Jam-Session oder Improvisation in einer bestimmten Stimmung finden.
- Unterricht: anhand konkreter Beispiele zeigen, wie Stufenbezeichnungen in echte Akkorde übersetzt werden.
Gut zu wissen
Die Akkorde sind fest hinterlegte Muster, keine automatische Ableitung aus der Skala – deshalb tauchen bei manchen Moll-Progressionen bewusst entlehnte Dur-Akkorde auf (etwa in der Andalusischen Kadenz), die im natürlichen Moll eigentlich nicht diatonisch wären. Die tatsächliche Umsetzung im Song (Rhythmus, Umkehrungen, Zusatztöne) bleibt dir überlassen – das Tool liefert das harmonische Grundgerüst. Verwandte Begriffe: Kadenz (eine typische Akkordfolge, die eine Tonart bestätigt), entlehnter Akkord (ein Akkord, der außerhalb der eigentlichen Tonleiter liegt, aber dennoch stimmig klingt).
Häufige Fragen
Was bedeuten die römischen Zahlen wie I–V–vi–IV?
Sie stehen für Stufen der Tonleiter, nicht für feste Töne. „I“ ist immer der Grundakkord (die Tonika) der gewählten Tonart, „V“ die fünfte Stufe usw. Großbuchstaben stehen für Dur-Akkorde, Kleinbuchstaben für Moll – so bleibt die Progression unabhängig von der Tonart immer gleich benennbar.
Kann ich eine Progression einfach in eine andere Tonart übertragen?
Ja, genau dafür ist das Tonart-Dropdown da. Wechselst du die Tonart, werden alle Akkorde automatisch um die passende Anzahl Halbtöne transponiert – die Funktion (Stufe) der Akkorde zueinander bleibt exakt erhalten.
Warum klingen viele bekannte Songs mit denselben Akkordfolgen?
Weil bestimmte Stufenfolgen wie I–V–vi–IV besonders stabile und angenehme Spannungsverläufe erzeugen. Sie sind kein Zufall, sondern seit Jahrzehnten bewährte harmonische Bausteine – ein guter Startpunkt für eigene Songs, den du dann nach Belieben abwandeln kannst.
Was ist der Unterschied zwischen der Pop-Progression und der 50er-Jahre-Progression?
Beide nutzen dieselben vier Akkorde (I, IV, V, vi), aber in anderer Reihenfolge: Die Pop-Progression (I–V–vi–IV) beginnt mit einem starken Wechsel zur Dominante, die 50er-Jahre-Progression (I–vi–IV–V) wirkt durch den direkten Wechsel zur Molltonikaparallele (vi) nostalgischer und ruhiger.
Warum enthält die Andalusische Kadenz auch Dur-Akkorde, obwohl die Tonart Moll ist?
Weil sie natürliches Moll mit einer entlehnten Dominante kombiniert: Die Stufen VI und VII sind im natürlichen Moll ohnehin Dur-Akkorde, und die abschließende V (hier ebenfalls Dur statt der eigentlich moll-diatonischen v) verstärkt die Zugkraft zurück zur Tonika. Diese absteigende Basslinie i–VII–VI–V (z.B. Am–G–F–E) ist typisch für Flamenco und spanisch klingende Musik.