Reimsuche

Reimende deutsche Wörter zu einem Begriff finden.

Basiert auf einer kuratierten Wortliste gängiger deutscher Reimfamilien – kein vollständiges Reimlexikon, aber ein schneller Startpunkt fürs Songwriting.

Wie die Reimsuche vorgeht

Tippe in das Feld „Wort“ ein Wort oder das Ende deiner Zeile ein. Die Suche vergleicht den Schluss deiner Eingabe mit den Endungen von 15 Reimfamilien (-eit, -acht, -icht, -aum, -ein, -erz, -aus, -onne, -erde, -immel, -and, -ust, -iebe, -eben, -erne) und zeigt alle Wörter der passenden Familie, ohne das eingegebene Wort selbst. Passen mehrere Endungen, gewinnt die längere. Die Treffer stehen in der Reihenfolge der Liste und nicht nach Reimqualität sortiert, die Anzeige aktualisiert sich bei jedem Tastendruck. Groß- und Kleinschreibung sowie Leerzeichen am Rand spielen keine Rolle. Du kannst auch eine ganze Zeile eintippen, entscheidend ist nur ihr Ende, allerdings ohne Satzzeichen: „Zeit“ findet die Familie -eit, „Zeit.“ findet nichts.

Wie viele Treffer du erwarten kannst, schwankt stark. „Zeit“ liefert 17 Wörter, „Liebe“ nur vier (Diebe, bliebe, Hiebe, triebe), „Herz“ drei (Schmerz, Scherz, Erz). Die Liste enthält insgesamt 118 Wörter, davon 18 auf -eit und 16 auf -acht, aber nur zwei auf -onne.

Hintergrund: Reinheit, Betonung und Reimschemata

Ein reiner Reim stimmt ab dem letzten betonten Vokal vollständig überein: Licht – Gesicht, Nacht – gedacht. Wie viele Silben danach noch folgen, bestimmt die Reimart. Männliche (stumpfe) Reime enden auf der betonten Silbe (Zeit – weit), weibliche (klingende) auf einer unbetonten Folgesilbe (Liebe – Diebe). In der Liste sind -eit, -acht, -icht, -aum, -ein, -erz, -aus, -and und -ust männlich, -onne, -erde, -immel, -iebe, -eben und -erne weiblich. Die Endungen -heit und -keit tragen einen Nebenakzent. Deshalb lassen sie sich auf einsilbige Wörter wie Zeit reimen, wenn du die Silbe auf einen Schwerpunkt legst.

Vorsicht bei Wörtern, deren Betonung nicht passt: „Andacht“ steht in der -acht-Familie, wird aber auf der ersten Silbe betont (AN-dacht), die Endung ist unbetont. Auf „Nacht“ reimt es sich deshalb nur unrein. Prüfe Treffer darum immer nach Gehör. Zu den üblichen Reimschemata gehören der Paarreim (aabb), der Kreuzreim (abab) und der umarmende Reim (abba). Reime innerhalb einer Zeile heißen Binnenreime.

Praxisbeispiel: Eine Strophe von den Reimwörtern aus aufbauen

  1. Tippe „Nacht“ in das Feld „Wort“. Die Infozeile meldet 15 Treffer für die Familie „-acht“, darunter Macht, Pracht, gedacht, gelacht und Verdacht.
  2. Tippe „Licht“ ein. Jetzt sind es 9 Treffer für „-icht“, darunter Gesicht, Gedicht, Pflicht und Verzicht.
  3. Lege die vier Zeilenenden fest, zum Beispiel Nacht (a), Licht (b), gedacht (a), Gesicht (b). Das ist ein Kreuzreim mit nur zwei Reimfamilien.
  4. Schreibe die Zeilen rückwärts auf diese Wörter zu: Erst steht das Ziel am Zeilenende, dann entsteht der Satz davor. So bleibt der Sinn kontrollierbar, und du merkst früh, welches Reimwort den Gedanken verbiegt.
  5. Singe jede Zeile mit der Melodie. Liegt die betonte Silbe des Reimworts auf einer betonten Zählzeit oder einer langen Note? Wenn nicht, wähle ein anderes Wort aus den Treffern oder verschiebe die Zeile rhythmisch.

Grenzen der Liste

  • Buchstaben statt Laute: „Leid“ klingt wie „Zeit“, wird aber nicht gefunden. Umgekehrt zeigt „Land“ in der Familie -and unter anderem „bekannt“. Gibst du „bekannt“ ein, findet die Suche die Familie nicht, weil das Wort auf -annt endet, und liefert nur Wörter mit ähnlichem Schluss, darunter dein eigenes Wort.
  • Mit 118 Wörtern ist die Liste klein und überwiegend auf Grundformen beschränkt. Fremdwörter und Eigennamen fehlen.
  • Das Tool kennt weder Bedeutung noch Silbenzahl noch Betonung. Ob ein Treffer in deine Zeile passt, entscheidest du.
  • Die gängigsten Reime wie Herz – Schmerz, Zeit – Ewigkeit oder Liebe – Triebe sind in deutschen Texten stark abgenutzt. Im Pop ist das Vertraute oft gewollt, setze solche Paare aber bewusst und nicht aus Bequemlichkeit.

Verbiegt der Reim den Satz, streiche den Reim und nicht den Gedanken. Eine Assonanz oder eine ungereimte, aber treffende Zeile wirkt im Lied oft stärker als ein perfekter Reim auf Kosten der Aussage.

Wie Strophe, Refrain und Titel zusammenspielen, beschreibt der RatgeberSongwriting-Ideen und Songaufbau. Falls dir noch ein Titel fehlt, würfelt der Songtitel-Generator Vorschläge, die du hier als Reimwort weiterverwenden kannst.

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen reinem Reim und Assonanz?

Ein reiner Reim stimmt ab dem letzten betonten Vokal vollständig überein (Licht/Gesicht). Eine Assonanz reimt nur die Vokale, nicht die Konsonanten (Wagen/Straße). Im modernen Songwriting, gerade im Rap und Pop, sind Assonanzen und unreine Reime völlig üblich und oft interessanter als perfekte Reime.

Muss sich am Zeilenende überhaupt etwas reimen?

Nein. Viele Songs nutzen Endreime nur gelegentlich oder verzichten ganz darauf zugunsten von Rhythmus und Inhalt. Ein erzwungener Reim, der den Sinn verbiegt, wirkt oft schwächer als eine ungereimte, aber treffende Zeile.

Was mache ich, wenn mein Wort keine Treffer findet?

Findet das Tool keine Reimfamilie, zeigt es unter „Keine exakte Reimfamilie – ähnlichste Endungen:“ bis zu zehn Wörter, die mit deiner Eingabe mindestens die letzten zwei Buchstaben teilen. Gibt es auch die nicht, steht dort „Keine Reimfamilie in der Wortliste gefunden.“ Dann hilft ein Wortwechsel (Singular statt Plural, ein Synonym) oder ein Reim nach Gehör. Achte darauf, das Wort ohne Satzzeichen einzugeben.

Wie viele Reimfamilien und Wörter enthält das Tool?

Die Liste umfasst 15 Reimfamilien mit zusammen 118 Wörtern. Am größten sind -eit mit 18 und -acht mit 16 Wörtern, am kleinsten -onne mit zwei (Sonne, Wonne). Es ist eine kuratierte Auswahl gängiger Reime, kein vollständiges Wörterbuch.

Warum findet die Reimsuche „Leid“ nicht, wenn ich „Zeit“ eingebe?

Das Tool vergleicht Buchstaben, nicht Laute. Im Deutschen wird ein d am Wortende wie ein t gesprochen (Auslautverhärtung), deshalb reimt sich „Leid“ klanglich perfekt auf „Zeit“. Die Endung -eid steht aber nicht in der Liste. Solche Schreibvarianten (-eid/-eit, -and/-ant, -ud/-ut) musst du selbst mitdenken.

Was ist ein männlicher und ein weiblicher Reim, und warum ist das fürs Singen wichtig?

Ein männlicher (stumpfer) Reim endet auf der betonten Silbe, etwa Zeit/weit. Ein weiblicher (klingender) Reim hat danach noch eine unbetonte Silbe, etwa Liebe/Diebe. In der Melodie braucht der weibliche Reim eine zusätzliche kurze Note oder einen Nachschlag, die betonte Reimsilbe sollte auf einer betonten Zählzeit oder langen Note liegen. Wechselst du beide Arten ab, klingen Strophen rhythmisch abwechslungsreicher.